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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 26. Feb 2010, 18:54 
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Episode 1 - Aufbruch


Lexis Chanden stand vor der großen Doppeltür, die zu den Gängen unter Bakturon führt.
"Dies ist ein Auftrag von oberster Priorität! Wir werden diskret vorgehen! Jedes Team weiß, was zu tun ist.
Jeder Vorfall ist sofort zu melden! Wir werden dieses Tor nun öffnen und gucken, was uns direkt dahinter erwartet.
Macht eure Waffen scharf!"

Thanewulf trat zu seinem Teamleiter Morjuca: "Darf ich sprechen mein Lord?" Nicken. "Es gibt Gerüchte, dass es Höhlen
zwischen den Gängen gibt, die mit besonderen Lichtschwertkristallen bestückt sind. Ich dachte mir, dass dies vielleicht in
eurem Interesse ist. Außerdem soll es dort ein sehr wertvolles Artefakt geben, dass von einem grausigen Monster bewacht
werden soll. Aber natürlich ist dies nur eine Legende."

Ein tiefes Grollen der Türen lies alle im Raum erzittern. Langsam öffneten sich die Torflügel.

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Frieden ist eine Lüge

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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 27. Feb 2010, 15:29 
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Stiefelspitze an Stiefelspitze, Schulter an Schulter. Ein grimmiges Gesicht neben dem nächsten. Dieser Anblick erfüllt einen mit Stolz.
Du kannst ihn in jeder Armee entdecken. Die Gesichter, ihre Mimik, die Gestik der Soldaten- sie alle werden das gleiche Ausdrücken. Einheit.
Wir sind eine Einheit, wir sind uns so nah wie Brüder, denn wir haben unser Blut vergossen und vermischt, auf den dreckigsten, verseuchtesten
und tödlichsten Schlachtfeldern dieser Galaxis. Jeder würde dem anderen die Schwester, das letzte Hemd, oder sein Leben geben.
Aus mir nicht bekannten Gründen stand ich nun vor der B-Kompanie der Sturmpioniere und sollte sie, zusammen mit der Stih, in die
Tunnel führen. Sie stand neben mir im Torraum, in dem wir darauf warteten, dass das Tor geöffnet wird. Hinter uns die Kompanie.
Lexis Chanden laberte irgendwas, doch bei mir drang nur das "macht die Waffen scharf" durch, was bei mir wegfiel, da ich in letzter Zeit eher
auf Gewehre verzichtete und meine Blaster-Pistole immer geladen war.
Er trat dann irgendwann zur Seite, raus aus meinem Blickfeld, aber hören konnte ich ihn immer noch. Irgendwelche Kristalle und Monster, schätzungsweise
genau das, was man eben in soner Höhle vermuttet, ne? Jedenfalls erbebte der Raum dann, als die Tore sich langsam aber lautstark öffneten.

Wir setzten uns in Bewegung, rein in die Höhle, wo uns schon die modrige, abgestandene Luft erwartete. Die Sith ging voraus und bog direkt in den
Gang ein, den wir nehmen würden. Hinter ihr lief ich, dicht gefolgt von der Kompanie. Ich hasse Dunkelheit. Und doch marschierten wir da
durch manchmal enge, manchmal weite, verzweigte dunkle Gänge, deren Wände feucht waren. Luftzüge kamen von hier und da,
mal stärker, mal schwächer, trafen aufeinander und wirbelten Staub auf. Vor allem das lies diese Höhle auf eine eigenartige Weise
lebendig wirken. Doch da war noch irgendetwas anderes, was ich nicht erfassen konnte. Der Sith schien es ähnlich zu gehen. Marschierte sie
am Anfang noch sicher und relativ schnell in die Höhle hinein, so wurde sie mit jedem Meter fast unmerklich langsamer, vorsichtiger. Ich konnte
fast schon sehen, wie sie am liebsten ihre Augen hätte ausfahren und um jede neue Ecke lenken können, um zu sehen was sich dahinter verbirgt.
"Verzeihung, ist etwas?" sprach ich sie an. Sie drehte sich verstört um, als hätte ich sie aus einer tiefen Konzentration gerissen. "Ich, ...
meine Macht..." Sie suchte nach den richtigen Worten. "... ich kann nicht mehr in sie... nun ja, eintauchen. Ich versuche sie zu fassen, doch etwas
in dieser Höhle, diesen Wänden, dieser Luft hindert mich." Innerlich musste ich grinsen. Darum tapste die alte also wie ein Baby durch diese Höhle,
weil sie ohne ihre Macht genau das war. "Keine Sorge," versuchte ich sie zu beruhigen," das passiert jedem irgendwann. Ich krieg manchmal
auch keinen hoch." Dabei schob ich mich an ihr vorbei und übernahm die Führung.

Kilometer für Kilometer bewegten wir uns tiefer in den Fels hinein. Dabei passierten wir so viele Abzweigungen, dass ich es mittlerweile für
unmöglich hielt, hier wirklich alles abzudecken. Wir würden später feste Wege festlegen müssen und verschiedene Posten auf diesem
aufbauen müssen. Jetzt befahl ich aber erst einmal eine Pause und so setzten wir uns auf den feuchten, modrigen Boden, aßen und
tranken. "Geht es Ihnen schon besser?" fragte ich die Sith. "Nein, ich- nein. Zwischendurch konnte ich die Macht wieder spüren
und sie unter meine Kontrolle bringen, hier auch, aber das ist nur alle paar Meter so. Es ist als ob besonders dunkle Ecken die
Macht einfach aufsaugen würden. Es fühlt sich nicht gut an." Das beunruhigte mich so langsam, denn sie war so ziemlich unsere
Überlebensgarantie. "Dann halten wir uns von jetzt an am besten von den dunklen Ecken fern, was? Lasst uns weiter gehen."
Ich stand auf und klopfte meine Sachen ab. Dann befahl ich den Männers sich abmarschbereit zu machen, also fingen sie an
durchzuzählen. "10, 11, 12, 13..." Stille. "13!" Immer noch Stille. "Da fehlt doch wer! Corporal, finden sie raus wer das ist!" Sofort
rief dieser Namen auf und bald war klar, dass der Pionier der unsere Nachhut bildete, fehlte. "Verdammt Corporal, wie konnte das passieren?!"
"Ich weiß es nicht Sarge." Sagte dieser zu mir und sprach mich dabei mit meinem alten Armee-Rang an. "Ich meine mich erinnern zu können,
dass er sich erleichtern wollte. Zumindest hatte er sich beim Antreten schon über ne drückende Blase beschwert. Vielleicht hat er
dabei den Anschluss verloren." Ich schaute ihn an als hätte ich ihn gerade dabei erwischt, wie er in meinem Bett meine Frau fickt und
musste mich bemühen nicht zu schreien, als ich antwortete. "VIELLEICHT?! Corporal, Sie werden sich jetzt noch jemanden aus diesem Scheißhaufen den
Sie B-Kompanie nennen nehmen und den ganzen Weg zurück marschieren, bis sie unsere Nachhut finden. Und das verdammt nochma im
Eiltempo. LOS MARSCH MARSCH!" Wie ein aufgeschrecktes Huhn rannte er los und schnappte sich noch einen unglücklichen aus der Reihe.
Da sie wussten welchen Weg wir nehmen würden und ich nicht warten wollte, drehte ich mich um, um weiter zu marschieren. Mein Blick
streifte dabei die Sith, die mich fast verängstigt anstierte. Irgendwas hier machte ihr ganz gewaltig Angst.

In der Folge veränderte sich meine Wahrnehmung dieser Höhle und da schien ich nicht allein zu sein, wie ich an den Gesichtern der anderen
ablesen konnte. Wo sie zu Anfang noch unheimlich und geheimnisvoll wirkte, kam sie mir nun richtig feindlich, bedrohlich vor. Der Hauch des
Luftzuges fühlte sich in meinem Nacken wie der Atem einer Bestie an. Jeder Schritt schien laut genug zu sein, um eine Armee von Toten zu wecken.
Ich hörte Geräusche, von denen ich nicht überzeugt war, dass sie wirklich da waren- das Schaben von einem fernen Gegenstand
über nacktem Fels. Rascheln hinter den Wänden, als ob sie hohl wären und sich etwas an ihnen entlangzieht. Wenn ich sie anleuchtete
spielten das Licht und die feuchte Luft meinen Augen einen Streich, so dass es aussah, als würden die Wände selbst lebendig sein- als würden sie
zu einer gewaltigen Kreatur gehören, in deren Venen wir wandelten und die im Rhythmus des Herzschlages pulsierten.
Irgendeine Art von Droge schien in der Luft zu sein, doch sie machte nicht glücklich, sie schien mehr Angst und Wahn zu fördern. Ich schüttelte
mich und versuchte einen klaren Kopf zu bekommen, als ich plötzlich einen der Sturmpioniere reden hörte.
"Wir sollten nicht hier sein. Fühlt ihr das denn nicht? Irgendetwas ist hier! Wir müssen wieder zurück!" Bevor ich etwas sagen konnte, war die Sith
schon bei dem Soldaten, fasste ihn am Kragen und drückte ihn gegen den Fels. "Noch ein Wort und du setzt den Rest dieser Reise ohne Zunge fort,
haben wir uns verstanden?!" Sie zückte ihr Lichtschwert, doch bevor er antworten konnte, fingen auf einmal alle Lichter an zu flackern. Gleichzeitig
verstärkte der Luftzug sich und gab ein leises Pfeifen von sich. Mit einem Mal waren alle in Verteidigungsposition und die Blaster deckten die komplette
Höhle ab, doch dann gingen die Lampen auch schon endgültig aus. Der Luftzug wurde immer heftiger, stieg fast zu einem Orkan an und das Pfeifen
verwandelte sich in ein ohrenbetäubendes tiefes Gröhlen, bis selbst die Wände zu zittern schienen. Die ersten Steinbrocken lösten sich von der Decke
und wurden vom Wind davon getragen, so dass wir in Deckung gehen mussten. Wir kauerten uns an die Wände der Höhle und versuchten, uns vorwärts
zu bewegen, um vielleicht in einen Seitengang zu entkommen. Doch dann hörte ich einen Schrei. Das dachte ich zumindest. Es war immer noch stock-
dunkel und der Orkan trug jede Stimme davon. Und doch, ich glaubte noch einen zu hören. Und dann wurde die Dunkelheit durch Blasterfeuer durchbrochen.
Mit einem Mal fingen alle an zu feuern- rote und grüne Blitze zuckten durch die Höhle und machten den Blick auf etwas großes, unförmiges frei, das wie
eine Naturgewalt über uns hereinbrach. Das Blasterfeuer traf, doch schien es kaum Wirkung zu zeigen. Die Bestie stürzte sich auf die ersten beiden Soldaten,
biss einem den Kopf ab und packte den anderen mit seinen Klauen. Die Sith machte einen Hechtsprung auf die Bestie zu, rollte sich unter sie ab und rammte
ihr das Lichtschwert in den Bauch. Das schien erstaunlich wenig Wirkung zu zeigen und doch wirbelte die Bestie herum, stieß die Sith dabei zurück in den
Gang und schien von einem Moment auf den nächsten mit der Dunkelheit zu verschmelzen. Die Sith landete direkt neben mir auf dem Boden und schrie
auf. Ich warf mich neben sie und zog sie vorwärts, gedeckt vom Trupp, rein in einen Seitengang.

Nach ein paar Minuten waren wir weit genug, dass wir den Wind nicht mehr hören konnten. Hier erlaubten wir es uns, kurz stoppen.
"Was zur Hölle war das?!" Die Soldaten fingen sofort an in unzähligen Sprachen zu fluchen, beten und machten sich alles in allem gehörig in die Hosen.
Mir ging es nicht anders. Mein Herz klopfte noch wie wild und Adrenalin schoss durch meinen Körper. Die Sith lag neben mir, mit einem gebrochenem Arm.
"Wissen Sie was das war?" Sie schien sich darauf zu konzentrieren, den Schmerz zu unterdrücken und trotzdem verzog sie das Gesicht,
als sie mir antwortete. "Ich bin mir nicht sicher. Es... argh... könnte ein Terentatek gewesen sein. Legendäre Jäger, die einst vom großen Sith-Meister
Exar Kun erschaffen wurden." Das klang nicht gut. "Exar Kun? Was machen die hier?!" "Ich weiß es nicht, doch da ist noch etwas anderes. Dieser...
dieser Orkan, der uns all unsere Sinne genommen hat... er hat den Angriff des Terentatek vorbereitet und sowas können die nicht. Da... " Sie brüllte,
als ich versuchte ihren Arm mit einem Gewehrkolben zu schienen. "Da ist noch... alte Artefakte..." Sie fiel in Ohnmacht.
Ich stand auf und schaute in die allumfassende Dunkelheit. Ja, da war noch etwas. Ich hatte es vom ersten Moment an gespürt. Irgendetwas war
hier in diesen Höhlen, etwas jenseits von Fleisch und Blut. Es lauerte, wartete. Und es würde uns jagen, bis es uns da hatte, wo wir sein sollten. Ich spuckte aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 28. Feb 2010, 11:18 
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Ein Mann auf einem Stuhl. Er sitzt an einem Tisch, die Ellenbogen aufgestützt, der Kopf in den Händen. Alles erscheint mir unnatürlich hell, fast blendend zu sein.
Vor ihm steht eine Uhr und ich kann die Zeiger sehen, die sich rasend schnell drehen. Jede Stunde vergeht wie eine Sekunde, jeder Tag wie eine Minute. Ich
bewege mich auf ihn zu und versuche nach seiner Schulter zu greifen, doch meine Bewegungen sind schleppend, viel zu langsam. Als ich es endlich schaffe und
ihn berühre, dreht er sich blitzschnell um und ich erschrecke. Seine Augen und sein Mund sind vor Schrecken weit aufgerissen- er hält sich selbst einen Blaster an
den Kopf. Ich bin so erschüttert dass ich zurück stolpere und auf meinen Arsch falle- ich kenne diesen Mann! Aber meine Gedanken sind schwer, ich kann sie nicht
fassen. Woher kenne ich diesen Mann? Sein Mund ist immer noch wie bei einem stummen Schrei weit aufgerissen und sein Gesicht zeigt blankes Entsetzen- dann
ein Blitz, der Kopf des Mannes zerplatzt und er fällt vom Stuhl. Die ganze Szene entzieht sich mir, der ganze Raum scheint sich immer weiter von mir zu entfernen
und dann wache ich auf. "Du hast ihn getötet!" flüstert eine wehklagende Stimme wie aus weiter Ferne.
Ich liege auf nacktem Stein und versuche mich daran zu erinnern, wo ich bin. Ja richtig, diese verdammte Höhle, immer noch. Neben mir sitzt die Sith, die
mittlerweile wieder wach war. Um uns herum der Trupp. Nach dem Angriff waren wir eine halbe Ewigkeit durch die Höhlen geirrt und hatten uns nun hier
verschanzt, um ein wenig zu rasten. Ich richte mich auf und schaue die Sith an. "Wie lange habe ich geschlafen?" "2 Stunden vielleicht. Sie waren die ganze
Zeit sehr unruhig. Als hätten Sie schlecht geträumt." "Ja, es war verrückt. Da war ein alter Mann, den ich meine zu kennen, aber ich erinnere mich nicht.
Er hat sich selbst erschossen und trotzdem habe ich dieses überwältigende Gefühl, dass es meine Schuld ist." Ihr Blick schien mir fast besorgt zu sein,
was ich bei einer Sith nicht für möglich gehalten hätte. "Es ist diese Höhle. Sie macht uns wahnsinnig. Schauen Sie sich die Gesichter ihrer Männer an,
sie alle kämpfen gerade, genau wie sie, mit ihren inneren Dämonen. Wir werden von innen und von außen belagert." Ich schaute mich um und tatsächlich,
einige von ihnen schliefen, aber sehr unruhig und die, die wach waren, hatten blasse Gesichter und gerötete Augen. 9 waren es noch.
"Was meinen Sie, was wir tun sollen? Rückzug wäre vielleicht keine schlechte Idee." fragte ich die Sith. Sie überlegte kurz und antwortete dann:
"Nein. Wenn wir weinend in Lord Duvals Arme flüchten, werden diese und den Kopf umdrehen. Und außerdem würde diese Präsenz uns nicht gehen lassen.
Es gibt nur einen Weg ihr zu entkommen." Warum war mir das nur von Anfang an klar gewesen? Es ging nie einfach. "Wir greifen also an. Aber was? Und wo?"
"Ich kann es spüren, Sergeant. Es ruft mich, drückt auf meinen Geist wie eine tonnenschwere Last. Ich werde uns führen. Aber seid gewarnt, meine Macht
ist hier sehr flüchtig, was mich sehr einschränkt. Wir werden uns auf Euch und die Männer verlassen müssen." So gingen wir los. Tiefer in die Höhle.


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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 1. Mär 2010, 19:14 
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Episode 2 - Terentateks

Etwas mehr als vier Stunden früher im Ostblock von Bakturon.
Seit sechs Stunden schob der Gamorreaner schon in dem Gang Wache.Gelangweilt gähnte er und verfluchte grunzend seine Ablösung, die sich wieder mal nicht blicken ließ.Auf die Humanoiden, die hier das Kommando übernommen hatten war eben kein Verlass.
Er überhörte das leise Klicken in seinem Rücken mit dem eine Tür geöffnet und wieder geschlossen wurde.Etwas bewegte ihn dazu sich nach links zu wenden.“Irgendetwas war da hinten doch gewesen…Oder?“
Während er die Schatten studierte, die seinen Augen einen Streich spielten war von Frances nur ein kurzes Aufblitzen ihrer Rüstung zu sehen als sie hinter ihm den Gang hinuntereilte.Sie hatte sich zusätzlich zu der Rüstung noch einen schmutzig-grauen, kurzen Umhang umgehängt um ungewollter Auferksamkeit über die glänzende Rüstung zu entgehen.Ebenso hatte sie sich ein paar zusätzliche Energiepacks für die Blaster und die Gewürznotvorräte der süchtigen Vorbesitzerin der Rüstung an den Gürtel gehängt.
Einige Treppen später drückte sie sich in eine Nische und warf einen raschen Blick in die Halle in der die Besprechung abgehalten wurde.Lexis Chanden gab den größtenteils stark gepanzerten Soldaten gerade letzte Anweisungen und dann wurden die Tore zu den Tunneln geöffnet.Einer nach dem anderen marschierten die Männer ins Dunkel und Frances wartete den richtigen Augenblick ab.
Als sich eine halbe Stunde später endlich die Chance bot war Frances drauf und dran gewesen entweder sich oder die aufgestellten Wachen kurzerhand zu erschlagen.Ein Waffentransport mit schwerem Geschütz zur besseren Sicherung des Eingangs rollte dicht an ihrem Versteck vorbei und ein kleiner Schubser mit der Macht genügte um ihn gegen die nächste Wand fahren zu lassen.Während sich der Fahrer eine Predigt von den Wachen anhörte huschte sie durch die Tür.
Etwa eine Stunde später war ihr bewusst, dass sie sich wohl eher nicht in einer gewöhnlichen Höhle befand und sie versuchte sowohl ihre Laune als auch ihre Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten.Eine Abzweigung sah wie die nächste aus und diese feuchten bedrückenden Wände boten im Licht ihrer Helmlampe auch keinen sehenswerteren Blick.Die Fußabdrücke des Trupps vor ihr auf dem Boden waren das einzige Zeugnis menschlicher Anwesenheit hier.Nur einmal hatte sie das gedacht sie hätte vor ihr Lärm vernomen, aber sicher war sie sich da nicht.
Erschrocken sog sie die Luft ein, als sie nur knapp vor sich eine schwache Lebensenergie spüren konnte.“Verflucht!“, die fast gänzlich fehlenden Machtkräfte machten ihr wirklich zu schaffen.Mehr sogar, als sie sich selbst gegenüber eingestehen wollte.Sie zog einen Blaster und schlich weiter um einen Vorsprung.Den letzten Meter sprang sie kurzerhand um die Ecke um wenigstens den Überraschungseffekt auf ihrer Seite zu haben.
Als sie schlitternd zur Ruhe kam hatte sie die Situation bereits erfasst und den Blaster wieder sicher verstaut.Sie befand sich allem Anschein nach auf einem Schlachthof.Nunja nicht genau, aber die Ähnlichkeit war verblüffend.Blut bedeckte den Boden und klebte an den Wänden und die Luft war erfüllt vom Geruch frischen Fleischs.Der Unterschied bestand darin, dass nicht etwa Tierkadaver zersäbelt wurden sondern zerfetzte Leichen ein beträchtliches Durcheinander bildeten.
Sie näherte sich einem Soldaten von dem sie spürte, dass er noch am Leben war.Doch als sie neben ihm niedersank und seinen Kopf hob sah sie gerade noch seinen Blick starr werden.„Was auch immer hier gewütet hat, hat ganze Arbeit geleistet.Das ist mehr als kreatives Töten“, murmelte Frances und auf einmal hatte sie Angst.Sie begann die Überreste etwas genauer in Augenschein zu nehmen.Anscheinend hatte nichts die Kraft des Wesens, das hier am Werk gewesen war aufhalten können – Waffen, Rüstung und Männer waren gleichermaßen zerstört.
“Gut ausgerüstet, viele Waffen. Sie müssen in einem der Schlagtrupps gewesen sein.“ Da allerdings so gut wie alle Waffen nicht mehr funktionstüchtig waren und auch sonst nichts mehr zu sehen war setzte sie ihren Weg vorsichtiger denn je fort.

Ohne, dass sie eine Ahnung gehabt hätte wurde im selben Augenblick einige Kilometer mit einem Zischen eine rote Lichtklinge deaktiviert.Shiro zog angewidert sein erlöschendes Schwert aus dem Auge eines Terentateks.Nicht, dass es ihn störte das Handstück seiner Waffe sauber machen zu müssen – er konnte nur nicht fassen wie knapp die Sache gewesen war.In letzter Sekunde hatte er es geschafft dem heranstürmenden Tod auszuweichen und den Treffer zu landen.Zwei seiner Männer hatten nicht das Glück gehabt und waren unter das sterbende Terentatek geraten.Jasper bestaunte mit offenem Mund das Monster.
„Was zum Teufel ist das für ein Ding?“
Mit knappen Sätzen erzählte Shiro ihm was er auf Korriban über die machtunempfindlichen Wesen gelernt hatte.
„Nicht gut!“ lautete Jaspers Urteil, nachdem er dem Sith eine Weile zugehört hatte.“Was sollen wir jetzt machen?Diese Viecher einzeln zu erledigen könnte uns beschäftigen bis es keine schwarzen Löcher mehr bei Kessel gibt.“
Nachdenklich betrachtete Shiro seine Truppe.Zehn Kopfgeldjäger plus Jasper, alle voll ausgerüstet.Shiros Blick streifte Granaten, Minen und Raketenpacks und in seinem Kopf begann sich ein Einfall zu formen.Was immer die Wesen Exar Kuns hier herunter geführt hatte, irgendwo hatte es seinen Urpsrung – und den galt es zuerst zu finden und dann auszumerzen.Er bezweifelte nicht, dass sonst große Lücken in ihre Reihen gerissen würden.“Wir gehen weiter“, entschied er für den Moment und sie setzten sich wieder in Bewegung.
Während sie sich Schritt für Schritt vorwärts schoben untersuchte er mit Hilfe der eingeschränkten Macht die erdrückende Umgebung und fand tatsächlich eine leichte Abweichung des mentalen Käfigs.Er merkte sich die ungefähre Richtung und führte seine Männer mehr und mehr in die tiefen Wege der Höhlen.Diese Spur würde er nicht mehr verlieren.
„Es wird heller“, meldete Jasper, der an der Spitze des Zuges ging irgendwann als die Sensoren in seinem Helm auf die nur schwach veränderten Lichtverhältnisse reagierten.“Heller?“, fragte Shiro hinter ihm ungläubig und versuchte erfolglos außerhalb der von ihnen geworfenen Lichtkegeln etwas zu erkennen.
“Jep, irgendetwas ist vor uns.“ Leise Geräuche im Hintergrund ließen erkennen, dass alle die Nachricht vernommen hatten und sich für jede Eventualität wappneten.
Jasper drehte sich um, als Shiro befahl:„Nehmen Sie sich zwei Männer und sehen sie sich um, wir folgen in einem Abstand von 3 Minuten.Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass wir uns keine Verluste mehr erlauben dürfen!“Knapp nickten die drei Männer und begannen geduckt weiter vorzurücken.

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Two there shall be.No more - no less.One to embody the Power, the other to crave it. - Darth Bane


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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 3. Mär 2010, 13:31 
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Episode 3: Mitten ins Herz



Morjuca war seit Stunden nur am Laufen. Er hatte noch Kraft, allerdings brauchten seine Untergebenen
mal eine Pause. Obwohl sie alle nur leicht gerüstet waren, außer leichten Blastern, Vibrowaffen und dem
Nötigsten (Schlafzeug, Verpflegung, leichte Werkzeuge) nichts trugen, waren sie laut am hecheln. Nur
Thanewulf hielt sich wacker. Aber dies besorgt ihn angesichts des viel größeren Problems eher weniger.
"Wir warten. Etwas stimmt hier nicht. Thanewulf folgt mir ein Stück den Gang aufwärts."
Die beiden gingen den dunklen Gang entlang, außer Hörweite der anderen.
"Stimmt etwas nicht mein Lord?"
"Ich kann die Macht streckweise nicht spüren. Etwas sagt mir, dass wir aufpassen müssen. Erzählt mir alles
was ihr über diese Tunnel wisst!"
"Mein Lord ich bedaure euch mitteilen zu müssen, dass ich nicht viel mehr weiß als ihr. Das meiste über diese
Tunnel sind Legenden und Lügen. Entweder von volltrunkenden Rodianern in einer Cantina oder von Müttern
die ihre Kindern vor den Tunneln schützen wollen ersponnen. Man hört halt das Übliche. Schreckliche alptraumhafte
Ungeheuer, wertvolle Schätze und ewige Gänge. Allerdings haben einige Mutige schon den einen oder
anderen Edelstein aus diesen Gängen geholt. Die vorderen Bereiche sind auch recht gut erschlossen wie
wir von den Schergen Niguras erfahren haben. Dort wo die Minen liegen. Aber wir sind schon weit über diese
sichere Zone hinaus."
Morjuca zuckte mit seinem Auge. Zögernd sprach er: "Eure Männer ... sie sind tot. Verhaltet euch ruhig.
Ihr könnt nichts für sie tun" Thanewulf ließ die Warnung kalt, er hechtete los doch da hörte er schon die
Schreie ein paar hundert Meter entfernt. Morjuca lief ihm schnell nach doch irgendwas stimmte hier nicht.
Thanewulf kam dem Lager näher und sah 2 Männer tot am Boden liegen. Drei andere wälzten sich auf dem
Boden und der letzte schmetterte wiederholt seinen Kopf gegen die Gangwand. Thanewulf warf ihn total
verwirrt um und wandte sich dann einem der auf dem Boden Liegenden zu. Er machte komische Geräusche
und sein Körper zuckte unnormal. Dann blickte er auf. Thanewulf blickte direkt in zwei blutunterlaufene
Augen. Mehrere Zähne fehlten ihm und außerdem quoll Blut aus einer Stirnwunde. Doch plötzlich schrie er
und sprang Thanewulf an die Kehle. Thanewulf wurde von der Sprungattacke zurückgeworfen und prallte
gegen eine Wand. Der Wildgewordene spie ihm Speichel und Blut ins Gesicht während er ihm die Halsschlagadern
zudrückte. Thanewulf wurde schon schwarz vor Augen als er sein Stiefelmesser erreichte und grad in den
letzten Sekunden bevor er ohnmächtig geworden wäre zustechen konnte. Kochendes Blut ergoss sich über
ihm und spritze in einer Fontäne als er das Messer rauszog. Er warf sich den Leichnam vom Leib und blickte
sich erschrocken um. Morjuca stand seelenruhig neben ihm an die Wand gelehnt und beobachtete ihn. Vor
ihm auf dem Boden lag ein enthaupteter Kopfgeldjäger, weiter hinten lag der andere mit starren Blick und
beiden Händen an der eigenen Kehle. Nur der Unglückliche Wandhaudrauf lebte noch und stöhnte leise.
"Na hat's Spaß gemacht mir dabei zuzugucken wie ich fast abnippel??" fuhr Thanewulf Morjuca an.
"Nur die Stärksten sind würdig unter den Lebenden zu wandeln. Ihr habt euch als würdig erwiesen."
Thanewulf blickte Morjuca kalt und angewidert an.
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Shiro schaute den 3 Männern hinterher die sich an die Lichtquelle heranpirschten. Er war sich nicht sicher, ob
es die richtige Entscheidung gewesen war, sie vorzuschicken. Im letzten Moment fasste er einen Entschluss:
er lief ihnen flink wie ein Wiesel nach. Als er einem von ihnen auf die Schulter fasst um sich bemerkbar zu machen,
zuckte dieser zusammen und fuhr herum: "Oh my Lord ihr seit es, haben wir einen Fehler gemacht?" Man konnte
deutlich die Furcht in seinen Augen sehen.
"Nein ihr macht alles richtig, nur solltet ihr eure Ohren in Zukunft etwas weiter spitzen!"
Nun zu viert schlichen sie sich an die Lichtquelle heran. Nach 2 Biegungen wurde es so hell, dass man etliche
Meter weit gucken konnte. Nach der nächsten Ecke mussten sie genau vor der Quelle stehen. Shiro lugte um
die Ecke. Und er stieß ein leises Pfeifen aus. Vor ihm entblößte sich eine fast 20 Meter hohe und über 200 Meter
lange Höhle. Doch überall, an der Decke, an Wänden, Auf dem Boden, waren leuchtend gelbe Kristalle und einige
lilane waren auch dabei. Doch wirklich beeindruckend war das, was in der Mitte der Höhle war. Shiro tastete
nach seinem Lichtschwert.
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"Wir müssen dem Commander dringend Bericht erstatten Sergeant" sagte Perphoné. "Ja ihr habt Recht.
Rufus? Komm mit dem Holosender her aber flott!"
Doch mit Ernüchterung musste Clive feststellen, dass
irgendetwas den Empfang störte. "Es sieht deutlich nach einem Störsender aus, ich bekomme kein klares Signal rein.
Entweder wir gehen soweit zurück, bis wir ein Signal bekommen, oder wir versuchen Anschluss an einen anderen
Trupp zu bekommen oder wir versuchen den Störsender zu finden und auszuschalten. Einfach der Mission nachgehen
und so tun als ob nichts wäre, wäre leichtsinnig."

Nach einer kurzen Diskussion mit Perphoné war man sich einig - sie suchten den Störsender. Doch was die wackere Gruppe
da noch nicht wusste: Es gab keinen Störsender. Nur etwas weit aus Grauenhafteres.


Morjuca und Thanewulf knieten neben dem Kopfgeldjäger, der sich den Kopf einschlagen wollte. "Was ist passiert?
Sprich schon was ist vorgefallen?" "Gnrrr uuuhhhiiiii Koooppff Uaarh"

Er wälzte sich auf dem Boden, so als ob er in einem nicht enden wollenden Alptraum befand.
"Thanewulf tun sie was für ihn wir brauchen diese Information!"
"Ich fürchte ihr könnt nichts für ihn tun. Ich werde schon gleich voll von ihm Besitz ergriffen haben."
Morjuca sprang auf, das Lichtschwert schon in der Hand und mit forschendem Blick durchforstete er die
Umgebung. Thanewulf guckte Morjuca verwirrt an.
"Ohh ihr könnt mich nicht sehen weil ich nämlich gar nicht da bin. Nur in eurem Kopf junger Sith."
"Wer seid ihr? Was wollt ihr von uns?"
schrie Morjuca in die Dunkelheit hinein. Thanewulf befürchtete das Schlimmste
und ergriff seinen Blaster.
"Oh ich würde an eurer Stelle nicht so schreien und mich nicht so auffällig verhalten. Euer Freund ist schon misstrauisch"
Und tatsächlich. Thanewulf richtete schon einen Blaster auf ihn und sagte: "Mein Lord was stimmt nicht mit euch? Ihr
macht mir Angst!"

"Richtet niemals eine Waffe auf mich und schon gar nicht gegen meinen Rücken, Kreatur!" Thanewulf wurde von
Morjucas Machtblitz zurückgeworfen und prallte hart gegen die Wand.
"Na los tötet ihn! Tötet diese niedere Kreatur! Er ist nicht so wie wir. Wir sind anders. Wir sind wertvoll!" zischte die
Stimme in Morjucas Kopf.
"Mich haltet ihr nicht zum Narren so wie diese Männer auf dem Boden. Zeigt euch Feigling!"
"Ihr wisst wo ihr mich findet, ihr braucht nur auf eure Gefühle zu hören. Allerdings werde ich mich nur zeigen, wenn
ihr alleine seid."
Morjuca kochte innerlich. Wie konnte jemand in seinen Kopf eindringen und ihn zum Narren halten?
Nun stellte er auch noch Anforderungen. Was erlaubt sich dieser Bastard? Allerdings blieb ihm leider kaum etwas
anderes übrig. So schickte er Thanewulf fort um zu einer anderen Gruppe aufzustoßen. "Ihr berichtet dem Trupp
alles was vorgefallen ist. Sagt dem zugehörigen Sith, dass hier etwas von höherer Macht ist. Falls ihr Stimmen in
eurem Kopf hört, ignoriert sie - EGAL was sie euch sagt! Und guckt alle Hundert Meter ob ihr Funkkontakt zur Basis
oder anderen Trupps herstellen könnt. Diese arme Seele-"
Morjuca deutete auf den Mann der sich immer noch wälzte
"-nehmt ihr mit. Er sollte in der Basis wieder genau so klar denken können wie vorher, bevor die Stimmen in seinen
Kopf kamen."

Langsam wurde Morjuca Thanewulf echt unheimlich. Aber er wollte nicht noch eine Klatsche kassieren und so packte
er den Mann auf seine Schultern und ging den Weg zurück. Morjuca streifte seine Kapuze zurück und nahm sein
Lichtschwert in die Hand. Er lief rasend den Gang hinauf. Sein rechtes Auge fing erneut an zu glühen.
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Dunkelheit kommt über mich
Alles wird grauer Schmerz
Alles wird schwarze Qual
Schwarzer Nebel wallt
In den leeren Räumen meiner Seele
Ich ertrage den Schmerz
Eurer Stiche
Und lächle
Denn bald bin ich eins mit euch


Shiro traute seinen Augen nicht. In der Mitte der Höhle war eine Art Altar. Er bestand aus schwarzem Fels und
war mit Kristallen in allen erdenklichen Farben überhäuft. Doch das war nebensächlich. Denn vor diesem Altar
knieten um die hundert Humanoide und sprachen im Chor erneut:

Dunkelheit kommt über mich
Alles wird grauer Schmerz
Alles wird schwarze Qual
Schwarzer Nebel wallt
In den leeren Räumen meiner Seele
Ich ertrage den Schmerz
Eurer Stiche
Und lächle
Denn bald bin ich eins mit euch


Shiro war doch tatsächlich in einer Höhle voller Kristalle und einem Haufen Sektenspinnern gelandet. Hinter ihm
hörte er ein Knirschen, gefolgt von einem kurzem unterdrücktem Schmerzensschrei. Einer der Kopfgeldjäger war
auf einen Kristall getreten, der ihm in den Fuß gestochen hatte. Er lag nun auf dem Boden und hielt sich seinen
schmerzenden Fuß. Doch leider war Shiro nicht der einzige, der darauf aufmerksam wurde.

Er windet sich in Schmerzen
Wälzt sich in seinem Blut
Alleine und verlassen
Liegt er verzweifelt da


Hundert Augenpaare waren auf Shiro und die drei Soldaten gerichtet. Wie eine zähe Flüssigkeit kamen die
Sektenspinner auf sie zu. Shiro schrie auf vor Zorn, drückte dem Kopfgeldjäger mit der Macht die Kehle zu und
bereitete sich auf den bevorstehenden Kampf vor.

Hass und Qualen erfassen ihn
dann röchelt er kurz auf
der Tod hat ihn genommen


Shiros Gegner waren ihm zahlenmäßig weit überlegen. Doch waren sie anscheinend alle gehirngegrillte Spinner
und unbewaffnet. Trotzdem ließ er die beiden verbliebenden Soldaten den Rest der Truppe holen. "Ich halte sie
solange auf! Beeilt euch!"
Die Sektenspinner waren nur noch 40 Meter entfernt.

Ich kann es nicht länger ertragen
Wie mich die Gedanken plagen


Shiro fuhr sein Lichtschwert aus, wirbelte es um sich rum und stürmte auf die Hundert Sektenspinner zu. Einen
Augenblick blieben sie stehen und wichen leicht zurück doch auf einmal gingen sie noch schneller als zuvor.
Und als Shiro näherkam, sah er, dass sie sehr Waffen hatten. Statt ihrer Hände hatten sie Klauen, Metallhaken
und Krallen.

Jeder Tag ist eine Qual
So hab ich keine and're Wahl


Wer auch immer hier am Werk war... gesund war derjenige nicht. Fünf Meter vor der Masse sprang Shiro ab,
flog zehn Meter in die Höhe und landete mit einer Machtexplosion, die um die zwanzig Spinner erfasste, mitten
in der Menge, um dort in einen roten Wirbelsturm überzugehen. Körperteile flogen durch die Luft, begleitet
durch Schreie und den Singsang der Spinner.

Sie sangen in Trance:

Werd' dem Leben nun entrinnen
Und ein neues im Jenseits beginnen

__________________________________________________________


Frances lief durch die Gänge. Sie musste sich leider eingestehen, dass ihre Lage mehr als misslich war.
Erstens war sie einfach geflohen. Zweitens war sie komplett alleine in einem unbekannten Tunnelsystem,
in dem dazu noch etwas extrem gefährliches herumstolzierte. Drittens steckte sie in einer ihr total unwürdigen
Kopfgeldjägerrüstung. Und viertens hatte sie sich hoffnungslos verlaufen. Alles was sie tun konnte, um nicht
ewig in diesen Gängen gefangen zu sein, war auf ein Wunder hoffen. Und dieses Wunder war Valance Thanewulf,
der ihr glücklicherweise genau entgegenkam.

Thanewulf durchschaute ihre Verkleidung allerdings sofort. Nachdem er erfahren hatte, dass sie in Wirklichkeit
eine Sith war, zuckte er zusammen und erzählte ihr von der Katastrophe. Da Frances nicht besseres einfiel folgte
sie Thanewulf zum nächsten Trupp. Denn glücklicherweise konnte er sobald er sich weit genug von Morjuca
entfernt hatte Kontakt zur Basis herstellen. Dort hatte er die Anweisung bekommen sofort mit den anderen
Trupps in Verbindung zu treten, da man zu ihnen seit längeren keinen Funkkontakt mehr hatte. Zusätzlich
machten sich grad drei größere Teams als Verstärkung auf den Weg.

Frances nahm Thanewulf den Mann ab und trug ihn nebenher mit Hilfe der Macht. So konnten sie deutlich
schneller voranschreiten und trafen daher schon eine halbe Stunde später auf Clive und Perphonés Trupp.
Sie waren überrascht die beiden zu sehen, stellten aber kaum Fragen, da sie wichtigeres zu tun hatten.

Perphoné hatte die Quelle des Störsenders gefunden. So machten sie sich auf den Weg.

Sie kamen weit von der eigentlichen Route ab, drangen immer weiter Richtung Mondinneres vor. Schließlich
kamen sie zu einem Gang, der schlangeförmig nach unten ging. Das Besondere an diesem Gang war, dass er
Kreisrund war und sich an seinen Wänden hunderte feiner leuchtender Linien befanden. Nach zwei Minuten
Abstieg kam die Gruppe in eine große Halle, die ebenfalls Kreisrund war. Clive blieb die Luft weg. Frances
machte nur laut "Aaaaaaahhh" und Perphoné fiel auf die Knie.

Die Halle war an die 50 Meter hoch, an ihrer Decke hingen Sackähnliche Anomalien und genau in ihrer Mitte
ragte etwas Stalagtitenähnliches von der Decke. Allerdings war diese Stalagtite aus reinem Edelstein, leuchtete
strahlend rot und pulsierte innerlich, als ob Blut in ihr fließe. Zum Boden hin wurde dieses Ungetüm eines Kristalls
immer Spitzer, bis es schließlich in einem Fluss aus roter Energie mündete. Der Energiestrahl floss in etwas rein,
das wie eine kleine Pyramide aussah. Und von dort floss sie über einen Sockel gen Boden und verflog dort in
tausende und abertausende feine Linien, die in alle Richtungen verliefen.

Perphoné wusste was dort stand. Ein Sith-Holocron aus längst vergangenen Tagen. Doch Plötzlich schien es
so als ob die komplette Hallendecke anfing zu leben. Man hörte ein Klacken und Kratzen und Zischen. Sie
waren definitiv nicht alleine in dieser Halle. Clive deutete nach oben: "Macht euch auf einen harten Kampf
bereit Männer! Verteidigungspositionen einnehmen! Bildet einen perfekten Kreis!"
Und da sah es Frances auch:
von der Decke seilten sich dutzende von Riesenspinnen, bestimmt 1-2 Meter groß, herab. Ihre Mundklauen klackten wild.
Sie hatten Hunger.
__________________________________________________________


Morjuca kam zu einem reich verzierten Tor. Es lag am Ende eines Nebenganges, weit abseits der eigentlichen Route.
Als er direkt vor das Tor trat, öffnete es sich wie von Geisterhand. Vor ihm erstreckte sich ein sehr breiter,
etwa hundert Meter langer Gang mit dutzenden überlebensgroßen Statuen an den Wänden. Doch wirklich was
ihn wirklich verblüffte: Er war nicht alleine in diesem Gang. Alle 5 Meter knieten links und rechts ein Mensch in
merkwürdig aussehender Kleidung. Doch waren sie alle ohne Hände. An ihren rechten Armstümpfen war so etwas
wie eine Hellebarde befestigt und an ihren linken Armstümpfen krallenartige Hände. Sie murmelten im Chor:

Andächtig und still
gehst du entlang
Plötzlich erwachet in dir
zunächst leise und vorsichtig
die Leidenschaft


Und ja sie hatten Recht. Ihm gefiel es wie sie vor ihm niederknieten. Er ging den Gang entlang, begleitet von einem
Raunen. Dem Gang folgte ein großer Raum, der imposant eingerichtet war. Ihm gegenüber Stand ein Umbaraner.
Er war ca. 1,60 m groß und trug lange graue Roben. Um seinen Hals hing eine Art Kette, in ihrer Mitte glühte
schwach ein Edelstein. Sie selbst war sonst aus Gold und über und über mit Symbolen überhäuft.

"Du hast also in meinem Kopf gesprochen und meine Untertanen verrückt gemacht. Nun ergibt alles einen Sinn."

Morjuca warf seinen Mantel zurück während er sprach.
"Es musste so sein, denn nur so konnte ich dich zu mir locken. In dir habe ich etwas gespürt, das mich neugierig
gemacht hat."
Der Blick des Umbaraners blieb auf Morjucas Auge kleben. Es glühte wie nie zuvor.
"Wer bist du. Und was soll das ganze?"
"Man nannte mich einmal Moore Ciryn. Jedimeister Moore Ciryn. Doch seit einigen Jahren habe ich diesen Namen
abgelegt und seitdem nennt man mich nur noch Vox. Denn ich bin die Stimme, die den armen Kreaturen dieses
Mondes einen Sinn zu leben gibt. Doch du bist anders als die Restlichen. Irgendwas in dir lässt dich vorausschauen
- ich dachte immer ich wäre der einzige mit dieser Gabe."

"Ein abtrünniger Jedimeister also. Und kein Sith. Ihr habt euch hier eure eigene perfekte Welt aufgebaut. Wie lange
spielt ihr hier schon Gott?"

"Ich hasse es an meine Vergangenheit als Jedi erinnert zu werden. Es ist nicht meine perfekte Welt sondern ich
haben ihnen eine perfekte Welt geschaffen. Und ihr werdet ein Teil dieser Welt werden."
"Ihr habt keine Macht über mich!"
"Ihr scheint vergessen zu haben, dass ihr euch in meinem Reich aufhaltet. Im Schatten der Stimme.
IHR SEID MEINS!"
Vox schrie hysterisch.
"Ihr sagtet selber, dass ich wie euch die Gabe habe, gewisse Dinge voraussehen zu können. Saht ihr dann genau
wie ich euren Tod?"
"Ihr lügt! Ich sah wie ich mit euch eins werde! Wie ich durch euch zu unvorstellbarer Macht und Kraft komme!
Ich sah wie wir eins werden!!"
"Ihr seid zu gefährlich für uns. Wir - Ich bin nun der Herrscher dieser kleinen Welt."

Als Vox wieder anfing zu schreien hörte er ihn nicht nur durch seine Ohren - gleichzeitig auch noch viel lauter
und eindringlicher in seinem Kopf:

"Ihr werdet nicht vernichten, was ich über Jahre aufgebaut habe! Es ist meins! Mein Schatz!"
Morjuca verlor die Geduld an diesem Irren. Er macht ein paar Schritte auf Vox zu, zückte sein Lichtschwert und
verschmolz mit der Macht.
"Ihr habt es so gewollt!! Ich werde euch verschlingen wie ich ihre Seelen verschlungen habe!" Vox deutete auf
die vielen Gestalten am Rande des Raumes. Sie wogten hin und her als ob sie unter Wasser wären.
"Ich habe keine Angst. Ich weiß was ich gesehen habe." Mit diesen Worten Sprang Morjuca nach vorne, führte
einen Überkopfschlag gegen Vox aus, doch wurde dieser abgewehrt. Vox stand heulend vor Ihm, ein blaues
Lichtschwert in den Händen. Er schluchzte: "Wieso tut ihr das?? Wieso macht ihr alles zunichte?" Doch trotz seines
Heulkrampfes war Vox ein ernst zu nehmender Gegner.

Morjuca verstärkte seine Schläge zusätzlich mit der Macht, um seinen Gegner ins Straucheln zu bringen.
Vox war mit seinen langen teuren Roben im Nachteil. Er schrie: "So helft mir doch ihr seelenlosen Kreaturen!!"
Doch keine der vermummten Gestalten machte Anstalten ihm zu helfen.
"WAS HAST DU MIT IHNEN GEMACHT?? KOMMT PAPA ZU HILFE!!"
Morjuca lachte. Er hatte seit Jahren nicht mehr gelacht. Ehrlich gesagt konnte er sich nicht einmal daran erinnern.
Aber jetzt lachte er aus voller Kehle. Mit jedem Schlag drängte er Vox weiter zurück, bis dieser schließlich über
seine Robe stolperte. Morjuca nutze die Chance um ihm das Lichtschwert mit der Macht aus der Hand zu reißen.
So stand er über ihm, sein Auge leuchtend wie nie zuvor.

"Jaaa Vox nun weiß ich was ihr gesehen habt. Ihr saht wie wir miteinander verschmelzen. Das kommt dem nun
ziemlich nahe. Dennoch werdet ihr Sterben!"
Mit diesen Worten fasste Morjuca in gegen seine Stirn und drückte zu.
Es schien als ob Morjuca ihm den Lebenssaft aus dem Körper saugte. Vox zog sich mehr und mehr zusammen,
alterte um Jahre innerhalb von Sekunden. Doch er wollte nicht sterben. Da fiel Morjucas Blick auf Vox' Kette.
Daher war er so mächtig geworden. Daher konnte er nicht Sterben. Er griff mit der anderen Hand nach der Kette
und riss sie ihm von Hals. Vox schrie: "NEIN!!! DIE GESAMTEN SEELEN DIESER KREATUREN SIND IN IHR GESPEICHERT!
MEIN LEBEN HÄNGT AN IHR"
Doch Morjuca ließ sich nicht beirren. Und sofort merkte er, dass er die letzte Lebensenergie
aus Vox saugte. Nicht nur das. Er stahl im seine Seele. Die letzten Worte, die Vox hörte waren:
"Ihr hattet zumindest teilweise Recht. Wir verschmelzen nicht wie ihr hofftet. Ihr werdet nun ein Teil von mir!!
Eure Macht ist mein!"


Vox Körper zerfiel. Morjuca erhob sich. Die Kette und sein Auge glühten weiß. Mit der Kette würde er sich später
befassen. Er würde erstmal niemandem erzählen, was hier wirklich geschehen ist. Weder von der Kette wird er
berichten, noch von seinem Gespräch mit Vox. Nun war erstmal seine Neugierde geweckt: Was hat dieser
Wahnsinnige hier wohl gemacht? Was für Geheimnisse wird er hier in seinem Unterschlupf finden? Wie hat er
diese Kreaturen geschaffen? Erst wenn all diese Fragen geklärt sind, hatte er vor zu Lord Duval zurückzukehren.

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Frieden ist eine Lüge

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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 10. Mär 2010, 18:38 
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„Macht euch auf einen harten Kampf bereit Männer! Verteidigungspositionen einnehmen! Bildet einen perfekten Kreis!“, rief Clive.

Instinktiv ließ Frances ihre Hand an ihre Hüfte fallen, doch als sie neben Perphoné auf eine Spinne zusprang hatte sie statt des erwarteten Lichtschwerts eine Rakete in der Hand.Während die Spinne sauber von Perphoné zerteilt wurde konnte Frances nur schnell außer Reichweite der um sich schlagenden Beine hechten.
„Was zum Teufel sollte das denn?!“ fauchte Perphoné sie an.“Zurück ins Glied!“
Sie hatte absolut Recht - was war nur los mit ihr?Sicher, dass sie den verwundeten Soldaten vorhin mit der Macht getragen hatte war nicht einfach gewesen – irgendetwas schien ihre Macht noch immer aufzusaugen - aber das war nicht alles.Sie warf einen raschen Blick zurück und sah Clive und die anderen Soldaten, die die angreifenden Spinnen mit einem Hagel von Laserstrahlen eindeckten.Ein Mann wurde von einer sich herabseilenden Spinne gepackt und nach oben gezogen.Seine zappelnden Beine verschwanden in einem Loch in der Decke.
„Genug jetzt!“
Frances begann sich zu konzentrieren,schob die Rakete, die sie noch immer in der Hand hielt, in ihren Handgelenk-Werfer und zog ihre Blaster.Sie begann auf die nächstbeste Spinne zu feuern und sah zu ihrer Freude, dass die Biester nicht gerade einen starken Panzer hatten.Ein rundes Loch zeigte sich im Kopf der Spinne und dampfende grüne Flüssigkeit begann herauszuquellen.Sie zischte leicht als sie den Boden berührte, doch das ging im Kampflärm gänzlich unter.Die nächsten Schüsse aus Frances Pistolen erledigten drei Spinnen, dann musste sie einmal mehr zur Seite springen, als sich gewaltige Kieferknochen dort schlossen, wo sie eben noch gestanden hatte.Mit einer Rolle verschaffte sie sich wieder neuen Raum, nur um zu erkennen, dass sie von Spinnen umschlossen war.Blitzschnell steckte sie die Blaster weg, aktivierte den Flammenwerfer und rotierte um die eigene Achse.Die Spinnen stoben nach allen Seiten fort – die einen nach Flammen, die auf sie übergegriffen hatten einschlagend - die anderen einfach weg von dem grellen Licht.
Ersteinmal außer Gefahr begann Frances Anlauf zu nehmen und katapultierte sich mit dem verbliebenen Machtkräften in die Höhe.Im Flug feuerte sie die geladene Rakete ab und landete schließlich ein paar Meter weiter, sauber hinter einem Felsen.
Clive, der mit einem anderen Soldaten hinter dem selben Felsen Deckung genommen hatte, drehte sich zu ihr um.Frances hätte alles darauf verwettet, dass unter seinem Helm ein breites Grinsen auf seinem Gesicht lag.
„Is’ nich so einfach ohne Lichtschwert, hm?“ fragte er und deutete auf Perphoné, die eine Spinne nach der anderen in Scheiben hackte.Frances seufzte nur und nickte, worauf Clive ein leises Lachen hören ließ.“Aber pass auf, so machts viel mehr Spaß!“, meinte er und jagte dabei einer Spinne, die sich vor dem Felsen aufbäumte, die Innereien zum Rücken hinaus.Ein erstickter Schrei ließ ihn wieder herumfahren und er sah den anderen Soldaten gerade noch in einer Klappe im Boden verschwinden.
“Scheiße, die haben Löcher gebuddelt!“, rief er und schon stürzten die Soldaten in alle Richtungen auseinander.Frances und Clive liefen von dem Felsen weg in Richtung des Energieflusses in der Mitte des Raumes.Eine von der Decke herabhängende Felsformation hatte vorhin schon Clives Aufmerksamkeit erregt und fiel ihm just wieder ins Auge.Grinsend richtete er seinen Handgelenk-Werfer aus und feuerte das Projektil ab.Mit einem ohrenbetäubenden Krachen brachen die Felsen ab und bohrten sich kurz darauf tief in den Boden, genau auf die Stelle an der eben die Spinne verschwunden war.
„Nicht schlecht!“, lautete Frances Kommentar.Doch so leicht die beiden den Kampf auch nehmen mochten – ihre Truppe verlor immer mehr Männer.Mittlerweile standen nur noch sechs Kämpfer aufrecht.Die anderen waren mit Giften bedeckt und schrien sich die Seele aus dem Leib, während ebendieser sich langsam zersetzte, oder sie lagen tot auf dem Boden, oder waren überhaupt nicht mehr zu sehen.
Perphoné kämpfte wild entschlossen und hieb Spinne um Spinne um.Die Kadaver um sie herum begannen sich zu häufen und bildeten bald kleine Hügel.Sie wusste, dass sie diesen kampf unmöglich gewinnen konnten.Diese Spinnen waren einfach zu zahlreich, doch Rückzug kam für sie nicht in Frage.Das heißt, er wäre vielleicht in Frage gekommen, wenn es denn überhaupt möglich gewesen wäre.Dummerweise waren sie auf längere Strecken viel langsamer als diese Monster.Also kämpfte sie verbissen und wünschte sich nur sie könnte ihre Macht richtig benutzen.
Frances und Clive hatten inzwischen begonnen sich zu ihr durchzuarbeiten und rannten wild nach links und rechts feuernd auf sie zu.Sie schwang ihren Lichtsäbel in einem weiten Bogen von links, zerschnitt sechs Beine, sprang einen Meter in die Luft und hämmerte den Kopf der Spinne mit einem Tritt in den Boden.Mit demselben Bein stieß sie sich ab, sprang so ein Stück in Richtung der zwei Gestalten die sich ihr näherten und beseitigte das letzte Hinderniss zwischen ihnen indem sie das Lichtschwert bis zum Heft in dessen Rücken versenkte.Schon huschten die beiden an ihre Seite.
„Das schaffen wir nicht!“, schrie Clive und Frances nickte zustimmend.Sie sah Perphoné an, aber diese konnte nur leicht mit dem Kopf schütteln.“Stimmt, keine Chance.“
„WAS?!“ Clive konnte es nicht fassen.Teufel nochmal, das waren zwei Sith und die hatten auch keine Idee mehr?
“Scheiße, denkt euch was aus!Wozu seid ihr Sith denn bitte sonst gut?!“ fluchte er.
„Ohne die Macht geht gar nix, Süßer“ sagte Frances.“Zumindest nicht genug um mit denen fertig zu werden“
„Verdammt, verdammt, verdammt!Denk nach, Mensch, denk nach!“ Clive zermarterte sich den Kopf, doch er sah einfach keinen Ausweg.Dessen ungeachtet riß er sein Gewehr einmal mehr hoch, als eine Spinne direkt vor ihm aus dem Boden schoß.Doch bevor er einen Schuss abgeben konnte wurde das Monster in einer blauen Explosion nach hinten geschleudert.“EMP-Werfer!“ dachte er und drehte überrascht den Kopf.
Mindestens eine volle Batterie Gon’Mar rannte gerade über die Bresche, die sie auch passiert hatten und sofort begannen die Soldaten zu feuern.Raketen, Laserstrahlen, EMP-Geschosse und Thermaldetonatoren erfüllten wieder die Luft und wirbelten die Spinnen zu dutzenden in die Luft – die Rettungstruppen waren eingetroffen.

_________________________________________

Clive holte voll aus und kickte einen Spinnenschädel bis ans andere Ende des Raumes.“Fuck!“, das tat weh.Der Schädel war doch härter als er aussah.Er verfluchte diese Biester erneut.Mit Hilfe des Rettungstrupps hatten sie die Monster zwar zurückgedrängt und schließlich wieder in die Löcher getrieben, doch es hatte sie einen verdammt hohen Preis gekostet.Neben sich hörte Clive einen Soldaten gerade Meldung machen.
„Es gab insgesamt 18 Tote, Sir.Team Beta ist mit einem Totalverlust von 13 Mann nahezu kampfunfähig.Zehn davon liegen hier, die anderen hat es schon früher erwischt.Rettungstrupp II hat acht Verluste zu verzeichnen.Kontakt zu den anderen Einheiten besteht nach wie vor nicht.“
Kopfschüttelnd sah Clive durch den Raum.Eine siberne Rüstung fiel ihm ins Auge und er schickte sich an zu ihr zu gehen, doch etwas veranlasste ihn dazu stehenzubleiben.Ihm fiel auf, dass die Person in Silber sich nicht rührte.Sein blick folgte dem ihren und fiel auf die Mitte des Raumes.

Frances konnte ihren Blick schon seit geraumer Zeit nicht mehr von dem Holocron nehmen.Schon während des Kampfes hatte sie andauernd einen Blick riskiert um es anzuschauen.Neben ihr stand Perphoné und auch sie schaffte es nicht den Blick abzuwenden.Ihre Pflichten als Teamführer hatte sie komplett vergessen.
Das Sith-Holocron bot einen undglaublichen Anblick.Gehalten von einem riesigen blutroten Kristall, der sein Licht pulsierend durch den ganzen Raum warf, gespeist von einem unerschöpflichen Quell roter Energie, der nun zwischen unzähligen Kadavern zerfloss, sah es uralt aus.Und doch zeitlos.
„Und unglaublich mächtig“, dachte Frances.Sie drehte sich um, zum ersten Mal seit…Seit wann eigentlich?Sie ließ ihren Blick durch den Raum schweifen.Sämtliche Soldaten betrachteten nun das Holocron.Ihre Blicke wirkten irgendwie leer.Sie sah Clive an.Er hatte den Mund ein wenig verzogen und bewegte sich langsam auf sie zu.
“Nein, nicht auf mich – auf das ’Cron!Genau wie all die anderen.“ Noch während sie das dachte, spürte sie selbst ein Ziehen im Kopf.“Es will mich!“, schoss es ihr durch den Kopf.Und direkt danach “Niemals!Ich muss dieses Ding unter Kontrolle bringen.Denk nach!“
Sie durchforstete ihr Gedächtnis, während ihr zunehmend der Gedanke im Kopf dröhnte, doch endlich zur Ruhe zu kommen und die Geheimnisse des Holocrons zu erforschen.Sie versuchte sie beiseite zu schieben, konzentrierte sich verzweifelt auf die Lehren der Akademie.Sie erinnerte sich an die Pergamente, die sie studiert hatte.
„Ein Holocron kann nur von machtempfänglichen Personen geöffnet werden.Um es zu aktivieren muss der Kristall im Innern mit der Macht des Anwenders gespeist werden „ - Das war es!
Verzweifelt bemühte sich Frances ihre Macht zu bündeln, aber sie brachte es kaum zustande.“Das reicht niemals!“
Der Kopf schien ihr mittlerweile zu zerbersten, so sehr hämmerte der Befehl des Kristalls auf sie ein, als ihr Blick auf Perphoné fiel.Die Sith stand noch neben ihr, die Fäuste geballt und die Augen verbissen geschlossen.Auch sie war dem Einfluss des Kristalls nicht ganz verfallen, doch selbst zu zweit brachten sie nicht die nötige Energie auf.
Das änderte sich schlagartig, als zwanzig Kilometer entfernt das letzte Leben aus Vox’ Körper gesaugt wurde…

_________________________________________

Shiro befeuchtete seine Lippen mit der Zunge und bleckte die Zähne.Er hatte zwar keine Erklärung warum er wieder im Vollbesitz seiner Machtkräfte war, aber es fühlte sich verdammt gut an.Er ließ die erste Welle, die gut 20 Seelenlose, erfasst hatte, verblassen und fühlte Energie in seinem Körper pulsieren.Doch er hatte keine Zeit sie in Ruhe zu genießen.Schon erhoben sich einige der Gestalten, die er beiseite gefegt hatte wieder und kamen auf ihn zu.Von der Meute hinter ihnen ganz zu schweigen.Shiro zögerte nicht und warf sich auf die erste torkelnde Gestalt.Mit tödlicher Präzision bohrte er ihr sein Lichtschwert in den Hals, riss es heraus und hieb es in den Schädel des Nächsten.Er wirbelte herum und zerschnitt zwei weitere mit einem Hieb.Einen alternden Mann, der sich hinter einem Felsbrocken verschanzen wollte zerquetschte er mit einem Anflug von einem Lächeln, indem er den Fels nach hinten schob.Fast im selben Moment wurden fünf andere bei lebendigem Leibe gebraten, als plötzlich Blitze aus Shiros Fingerspitzen zuckten.Einmal mehr sprang er in die Luft und landete vor einer verdutzten Frau.Sie zögerte nur einen Moment bevor sie sich auf ihn warf, aber das war mehr als genug Zeit.Shiro stieß sie mit der flachen Hand von sich weg und sie wurde an einer Kristallsäule aufgespießt.
Ohne Pause hieb Shiro auf die Gestalten ein, aber für jeden Gegner den er erschlug rückten zwei weitere in sein Blickfeld.Bisher war es ihnen lediglich gelungen ein paar Fetzen Stoff aus Shiros Umhang zu reißen, bis ein Laserstrahl seinen linken Arm streifte.Fluchend machte Shiro den Schützen aus, der sich die Pistole des unglücklichen Kopfgeldjägers gegriffen hatte.Wie er sie mit den Hakenhänden überhaupt hatte bedienen können war ein Rätsel, aber es würde ihm mit Sicherheit nicht noch einmal gelingen.Die Pistole fiel mit einem Klappern zu Boden, als sich der neue Besitzer in die Luft erhob.Er stieg fast bis zur Decke und krachte mit einem Schrei abrupt wieder auf den Boden – genau vor die Füße von Jasper und des anderen Kopfgeldjägers, die gerade mit dem Rest der Truppe eintrafen.Sie begannen zu feuern und sofort schwirrten Laserstrahlen durch den ganzen Raum.
„Nicht auf die Kristalle feuern!“, brüllte Shiro noch, als direkt neben ihm ein riesiger Stalagmit zerbarst, dann konzentrierte er sich wieder darauf seine Gegner niederzumähen.

Die Horde Gläubiger schrumpfte überraschend schnell zusammen, als die Kopfgeldjäger im Habkreis gegen die Meute vorrückten und ihn nun enger zogen.Einige dezimierten die Feinde mithilfe von Jetpacks von oben.
Shiro war auf einen kleinen Kristallvorpsrung gesprungen um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen.Ihm fiel auf, dass im Laufe der Auseinandersetzung die Aggression der Angreifer verschwunden war.“Von einem Moment zum Nächsten, um genau zu sein“, wie er sich erinnerte.Momentan sah es so aus, als versuchten sie nur noch verzweifelt ihr Überleben zu sichern – ohne Chance.
“Nein.“Shiro sammelte sich kurz, unterdrückte Wut und Hast des Kampfes und gab dann das Zeichen den Kampf mit nicht tödlichen Waffen fortzuführen.Keinen Schimmer zu haben wer oder was diese Leute waren gehörte nicht zu seinen Optionen.Seine verbliebenen Männer überwältigten gerade die letzten fliehenden Gestalten und schleppten sie in die Mitte des Raumes.Acht der anfangs knapp über 100 zählenden Gestalten waren übrig geblieben.Sie hockten oder lagen auf dem Boden zwischen ihren gefallen Kameraden und gaben ein klägliches Bild ab.Sie starrten vor sich hin, wippten vor und zurück, murmelten oder hielten sich stöhnend die Verletzungen.
Die Kopfgeldjäger, von denen zwei weitere in dem Scharmützel ihr Ende gefunen hatten bileten einen lockeren Kreis um die Gefangenen und wichen nun respektvoll zurück, als Shiro auf einen Humanoiden zuging, der murmelnd vor sich hinbrabbelte.Voll Verachtung sah Shiro auf den Mann hinunter.Er sah erbärmlich aus und roch auch so.Seine einst schwarz-goldene Robe hing in staubigen Fetzen an ihm herab.Mit der Macht hob Shiro ihn nah an sein Gesicht und ignorierte den fauligen Gestank.
„Wer bist du?Was tut ihr hier unten?“
„…hat uns verlassen….weg, einfach weg, der Meister ist fort…was?wer, wer?wo bin ich?“ Aus den Augen des Mannes war jegliche Raserei gewichen, sie zeigten nun abgrundtiefe Verwirrung, Entsetzen und Unverständniss.Für so etwas hatte Shiro weder Zeit, noch Verständniss.Er schüttelte ihn und fragte ihn erneut „Wer seid ihr?“ Der Mann blickte Shiro direkt in die Augen und schrie ein einziges Wort, als sich sein Augapfel nach oben rollte, sodass nur noch das Weiße zu sehen war und er zusammenbrach.Es klang wie „Vox“.
Wer oder was auch immer Vox sein mochte, Shiro würde es schon rausbekommen – aber dafür war später noch Zeit.Im Moment beschäftigten ihn Kristalle.
Er warf den Körper zu den anderen Gefangenen, befahl Jasper mit dem Verhör der anderen fortzufahren und begann die Kristallformationen abzulaufen.Es gab sie tatsächlich in allen erdenklichen Farben.Er passierte lilane, graue, weiße, türkisene und sogar welche, die ihre Farbe in bestimmten Rythmen wechselten.Er hatte schon fast eine ganze Runde durch den Raum gedreht als er wie elektrisiert stehend blieb.Ein strahlend weißer Kristallstalagmit war ihm ins Auge gesprungen und hatte ihn sofor in seinen Bann geschlagen.Mit langsamen Schritten näherte er sich ihm und sank davor in die Hocke.Im Inneren des Kristalls pulsierten tiefschwarze Stränge.Inmitten des Weiß (so hell wie Shiros Haare) sahen sie aus wie Adern und vermittelten den Eindruck ein schlagendes Herz vor sich zu haben.Mit angehaltenem Atem streckte Shiro die Hand aus und legte seine Finger um den Kristall.Als hätte etwas darauf gewartet beschleunigte sich der Rhythmus des Kristalls und schlug schon im nächsten Augenblick im Gleichtakt mit Shiros eigenem Herz.
Ohne Kraft aufwenden zu müssen brach er ein kleines Stück des Kristalls ab und ließ es in eine Tasche seines Umhangs gleiten.
„Sir, wir haben etwas!“ rief Jasper im selben Moment…

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Two there shall be.No more - no less.One to embody the Power, the other to crave it. - Darth Bane


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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 13. Mär 2010, 19:19 
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Mit einem Mal war der Spuk vorbei. Gerade ging ich noch sabbernd auf das Holocron zu und sah aus, als würde ich es ablecken wollen, jetzt stand ich wieder
unter voller Kontrolle meines Körpers und Geistes. Und verdammt, mein Körper fühlte sich echt beschissen an. Ich war schon viel zu lange in dieser scheiß Höhle.
Ich brauchte Schlaf, Essen, ein Bad und andere Dinge- aber noch saß ich in dieser kalten, feuchten, beschissenen Höhle fest. Da ich nichts anderes machen konnte,
als das auszusitzen, tat ich eben genau das. Nach kurzem rumkramen fand ich in einer meiner Koppeltaschen einen Schokoriegel, öffnete ihn und setzte mich auf
meinen Arsch. Dann ließ ich den Blick streifen. Viele Tote. Aber jetzt gerade juckte mich das nicht. Später würd ich vielleicht ein bisschen rumflennen, aber jetzt gerade
ging es mir gut, mit meinem Riegel in der Hand. Die beiden Sith standen immer noch vor dem Holocron und hatten ihren Gesichtsausdruck von Panik
in Wohlgefallen geändert. Schien sich ja alles wunderbar entwickelt zu haben. Nur eben nicht für die paar Jungs, die hier noch so regungslos rumlagen.
Das erinnerte mich daran, das Leben in vollen Zügen zu genießen und den Riegel nicht zu schnell zu essen. Wenn ich irgendwann mal einen Schüler hätte,
wäre meine erste Lektion an ihn, Schokoriegel immer mehr zu lutschen, als sie zu kauen. Für mich lag darin eine wunderbare Weisheit.
So einfach, süß und bedeutungslos wie das Leben selbst.
Frances kam auf mich zu. Die Bitch hatte zwar meine Bar auf dem Gewissen und fast dafür gesorgt, dass mein Goldesel von Jedi entkommen wäre, aber ich hatte
es schon lange aufgegeben, wütend zu sein. Wütend sein ist kauen. Geschmeidig sein ist lutschen! Außerdem hatte sie mich Süßer genannt.
"Was tust Du da? Hast du nichts zu tun?" fragte sie mich. "Verzeihung Ma'am, aber ich warte auf die Neugruppierung der Trupps. Der erste hat Befehl
sich bei mir zu melden, an eben genau diesem Punkt, Ma'am." Das war natürlich glatt gelogen und ich versuchte so wenig Verachtung wie möglich in das Ma'am
zu legen, aber hey, sie schluckte es. "In Ordnung. Weiter machen." Und ging davon. Bevor jetzt noch mehr Möchtegerns kommen würden stand ich auf, packte meinen
auf die Hälfte geschrumpften Riegel wieder ein und stapfte los. Darauf achtend, dass keiner mich sieht, verschwand ich in einen Tunnel.

So setzte ich vielleicht eine halbe Stunde lang einen Fuß vor den anderen und genoss die Einsamkeit. Es war irgendwie befreiend abseits von allen anderen zu sein.
Keine Vorgesetzten, keine Sith. Ich wollte damals den Zwängen der republikanischen Armee entfliehen, bin aber doch nur wieder in den Zwängen der imperialen Armee
gelandet. Jetzt tat das bisschen Freiheit, welche wahrscheinlich in Peitschenhieben oder mentalem Sith-Arschfick enden würde, richtig gut.
Tatsächlich machte ich mir einen Spaß daraus, mir vorzustellen, mit was für verrückten Methoden die Sith mich bestrafen würden.
Ich ging also mit einem breiten Grinsen im Gesicht um eine Ecke und fiel plötzlich in ein Loch. Beim Aufprall wurde mir alle Luft aus den Lungen gepresst- ich fing an
derbe zu husten und krümmte mich vor Schmerzen. "Oh Fuck! Verdammte... *husten*" Doch plötzlich wurden alle meine inneren Alarmsiren laut.
Ich spürte eine Bewegung hinter mir und raffte mich sofort wieder auf, zog meinen Blaster und drückte den Abzug, doch da war das Vieh schon auf mich gesprungen,
kickte mich zurück und landete auf mir. Aus dem Schwung heraus rammte ich meine Knie in den Rumpf der Spinne und schleuderte sie so über mich hinweg.
"Ooouuaaaaaah du Scheißvieh!" brüllte ich und rappelte mich dabei auf. Da mein Blaster irgendwo in der Dunkelheit gelandet war, zog ich blitzschnell meine
Machete aus dem Koppel und rannte auf die Spinne zu, die immer noch dabei war, wieder auf die Beine zu kommen. Ich setzte zu einem Sprung an und erhob
meine Machete weit über den Kopf, um das Scheißvieh direkt in zwei Hälften zu spalten, doch da erfasste mich eine zweite Spinne mitten im Sprung und warf
mich gegen die Tunnelwand. Wieder einmal wurde mir alle Luft aus dem Lungen gepresst, mir wurde schwarz vor Augen und ich konnte nichts weiter machen,
als kraftlos auf die Spinne einzuschlagen, während die begann, mich mit ihrer Seide einzuwickeln.
"Zwei gegen einen? Schämt ihr euch nicht, ihr räudigen Homospinnen?" - das waren meine letzten Worte, dann war ich eingepackt.

Ich konnte meine Augen nicht öffnen. Aber atmen. Irgendwie konnte ich durch diese ganzen Fasern noch atmen. Die Spinnen hatten mich irgendwohin geschleppt
und so lag ich nun da, eingewickelt in Spinnenseide. Scheiße aber auch! So oft hatte ich nun schon auf den Tod gewartet und nun war es so weit. Ich spannte
alle Muskeln an und versuchte, das Zeug irgendwie zum platzen zu brinngen- vergeblich. Alle Anstrengung half nichts. Dann hörte ich etwas. Schritte?
Keine Spinnen. Menschliche Schritte, zwei Beine. Verdammt! Das war bestimmt irgendein wahnsinniger Höhlenmensch der als Baby von den Spinnen aufgezogen wurde
und jetzt voller Mutationen und Hass gegen seine Rasse war! Panik erfasste mich. Er würde mich fressen! Mein Puls stieg ins unermessliche und ich war drauf
und dran, endgültig durchzudrehen. Sterben schön und gut, aber aufgefressen werden? Bei lebendigem Leibe? Scheiße verdammte!
Die Schritte kamen näher. Direkt neben mir hielt der Mutant an und zückte wahrscheinlich gerade sein Messer und die Gabel, während in seinem Mund das Wasser
zusammenlief. Da begann er auch schon meinen Kokon aufzuschneiden. Aber nicht mit mir, dreckiger Spinnenmensch! Der dumme Bastard schnitt zuerst meinen
linken Arm frei. Fehler! Ich holte mit der Power des Überlebensinstinkts aus und meine Faust landete mitten auf seinem- verdammt, daneben! Mutanten Bastard
war ein schneller Bursche! "CLIVE! Beruhige dich! Hier ist Frances, halt still!" Doch ich hörte nicht. In rasender Verzweiflung versuchte ich mich wie ein Wurm
fortzubewegen, indem ich meinen Kokon zusammen und wieder auseinander zog und schlug dabei blind mit meiner linken Faust in die Luft, da ich immer noch nichts
sehen konnte. Frances blieb nichts anderes übrig als sich mit ihrem ganzen Gewicht auf meinen Arm zu werfen und dann schnell mein Gesicht zu befreien.
Als sie mit ihrem Messer ansetzte ritzte sie mir zwar quer über das Gesicht, aber dafür löschte sie auch sofort alle Panik aufgegessen zu werden aus,
als ich sie endlich erkannte. "Frances! Gott verdammte Scheiße! Sie sind kein Mutant! Man bin ich froh Sie zu sehen!".

Wir hauten schnell ab und verschwanden wieder in die Tunnel. Ich war mittlerweile komplett entwaffnet und Frances hatte nur einen Blaster, weshalb wir
Konfrontationen lieber aus dem Weg gingen. "Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie dankbar ich Ihnen bin, Ma'am." gab ich kleinlaut zu, als wir nach Stunden
kurz rasteten. "Spar dir das. Ich werde dich mit Vergnügen selbst aufschlitzen, sobald wir wieder zurück sind und ich Lord Duval von deiner Desertation erzählt
habe. Damit werde ich mir seine Gunst erkaufen!" Sie richtete ihren Blaster auf mich, als sie das sagte. Normalerweise wäre an der Stelle tonnenweise Adrenalin
durch meinen Körper geschossen und mein Kopf hätte sofort mit nachdenken angefangen- doch es schien, als wäre mein ganzer Vorrat an Adrenalin aufgebraucht.
Ich war einfach nur müde und alles was ich tat, war ebenfalls müde lächeln. "Schätzchen, das einzige was du dir dadurch erkaufst, ist meine Machete. Denn damit
werde ich dich aufschlitzen, wenn wir bei Duval sind. Ich sollte mich absetzen. Ich handle nur in seinem Willen. Es gibt wichtigeres in Mukuol, was sofortiger
Erledigung bedingt. Wenn du mich zurück zu Duval schleppst, bist du tot." Frances warf den gleichen Blick auf wie vorhin, als ich sie schon einmal belog.
Dann fing sie an schallend zu lachen. "Hahahaha, was meinst du, wie ich dich gefunden habe?! Ich habe deine kleine Lüge vorhin sofort durchschaut und war
neugierig, wohin du gehen würdest. Ich bin dir gefolgt in der Hoffnung, du würdest wieder zurück zur Republik kriechen. Oh das hätte Duval sicher gefallen."
Plötzlich wurde sie wieder ernst, jede Emotion wich aus ihrem Gesicht. "Du kannst mich nicht belügen. Und jetzt los, sonst erschieße ich dich auf der Stelle."
Verdammte Bitch. Ich raffte mich mit letzter Kraft auf. "Sie haben Recht. Aber die Republik hatte ich nicht im Hinterkopf. Die würden mich sofort erschießen.
Ich wollte nur ein wenig meine Grenzen austesten. Ich war hier schon respektlos und undiszipliniert und alles haben sie mir durchgehen lassen. Alles was ich
tun wollte war, voraus nach Mukuol zu gehen. Die Mission lautet, die Bevölkerung auf unsere Seite zu ziehen. Ich hätte mich ein paar Tage in den Bars rum-
getrieben und die einfachen Leute gegen die Republik aufgewiegelt. Ich kann das sehr gut, Ma'am. In solchen Bars hocken nur unzufriedene Loser, die man
gegen alles und jeden aufwiegeln kann. Also sobald Ihr und die Sith eingetroffen wärt, um die Elite und die Regierung zu überzeugen, wäre das Volk schon
auf unserer Seite gewesen. Oder zumindest ein Teil davon. Ich hätte uns eine Basis in den Herzen Mukuols eingerichtet. Denkt nach Frances! Wie könnt ihr
wirklich Lord Duvals Gunst zurückgewinnen? Durch einen gestellten Versager, dessen Absichten nicht sicher sind? Ich bin nichts Wert in seinen Augen. Ihr
werdet nichts weiter sein als ein Kind, das seinen Vater mit selbstgebasteltem Unfug beeindrucken will! Er wird Euch auslachen!"
In Frances keimte Wut auf, was ich daran merkte, dass sie mir den Blasterkolben in den Nacken haute und "Klappe zu" rief.
"Es ist noch nicht zu spät, Frances! Lasst uns das zusammen durchziehen! Wenn Ihr wirklich Eindruck schinden wollt, dann lasst uns das jetzt gemeinsam tun.
So könnt Ihr nicht nur Eindruck über alle Maßen bei Duval schinden, sondern auch alle anderen Sith ausstechen! Morjuca, Shiro und die ganzen Sucker!
So geschickt zu intrigieren und zu manipulieren, dass eine ganze Stadt plötzlich für unsere Sache kämpft, das ist wahre Meisterschaft!
Das sind doch die Tugenden der Sith! IHR MÜSST DAS DOCH ERKENNEN!" Bei den letzten Worten hatte ich mich umgedreht und wild mit den Armen gestikuliert,
um meine Worte zu unterstreichen. In ihren Augen konnte ich förmlich sehen, wie die Saat meiner Worte keimte. Kurz dachte ich mir, dass ich selbst einen
guten Sith abgeben würde, zumindest was meine Redekunst angeht. Nach einer halben Ewigkeit sagte sie endlich etwas. "Also gut. Aber ich sage dir eines Clive.
Unterschätze mich nicht. Auch ohne Lichtschwert kann ich dich zertreten wie eine Made. Sollte ich auch nur den Hauch von Verrat spüren, werde ich dich
jagen und zur Strecke bringen. Denk immer daran."
Ich nickte. Was auch immer Bitch!

Auf dem Weg nach Mukuol schmiedeten wir unseren Plan. Ich würde wie schon gesagt in die Bars abtauchen. Den Bodensatz der Gesellschaft abgreifen.
Sowas hatte ich auch schon für die Republik getan. Ich würde mir irgendeine Geschichte ausdenken, die wahrscheinlich auch zig anderen Gästen in diesen
Bars auf ähnliche Weise widerfahren war und am Ende der Republik alle Schuld zuschieben. Hass lässt sich leicht schüren und verbreitet sich dann wie ein
Lauffeuer. Frances Aufgabe war nicht ganz so leicht. Die Elite der Gesellschaft war immer auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Da würde sie sich irgendwas
cleveres einfallen lassen müssen. Zugeständnisse konnte sie aber auch schlecht machen, da sie kein offizieller Repräsentant der Sith war und keine
Befugnisse hatte. Trotzdem konnte sie schon wichtige Kontakte knüpfen. Jetzt konnte sie ihren Wert gegenüber den anderen Sith-Mackern beweisen.
Wir würden jeden Tag über einen toten Briefkasten in Kontakt treten, um keine Aufmerksamkeit bei etwaigen Spionen der Republik zu erregen.
Wie weit wir kommen würden, hing ganz davon ab, wie lange die anderen sich in den Höhlen aufhalten würden.
Das letzte was ich über den Intercom gehört hatte war, dass die Sith auf tolle Kristalle gestoßen waren. Und da diese Jungs von denen
wie Motten vom Licht angezogen wurden, standen die Chancen gut, dass wir eine Weile freie Hand haben würden. Oder eben auch nicht, man konnte nie wissen.
Ich freute mich jedenfalls darauf, mal wieder autonom zu arbeiten.


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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 26. Mär 2010, 17:52 
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Episode 4 - Mokuol



Im fünfzehnten Untergeschoss der Festung Bakturon befindet sich ein riesiger Raum, groß genug um mehrere Batterien an Soldaten unterzubringen und mit einer hohen Decke.Bis knapp unter die Decke reichen zwei gewaltige Torflügel, die seit ein paar Tagen offen stehen.Geht man durch dieses Tor gelangt man in ein Tunnelsystem, das sich über hunderte von Kilometern erstreckt.Wenn man den richtigen Weg nimmt und den Gefahren der Tunnel zu trotzen imstande ist erreicht man, bevor sich die Tunnel langsam verlaufen und in Sackgassen enden, die Kanalisation Mokuols.Eine schleimige, feuchte und vor allem lebensfeindliche Dunkelheit, in denen schmutzige Abwässer und stinkender Unrat genauso oft dahintreiben, wie verschwundene Bürger und andere Dinge, die niemand finden soll.Arbeitet man sich nun von hier an nach oben sieht man erstmals seit Bakturon statt Felswänden wieder gehauenes Mauerwerk.Es wird langsam heller, und obwohl die Luft immer noch bestialisch stinkt trifft man hier wieder auf Leben.Natürlich kommen weder die Menschen, noch andere zivilisierte Spezies jemals auf die Idee hier herunterzusteigen.Würde man es dennoch tun fände man vielleicht eine Leiter, an deren oberen Ende ein Gitter in der Decke eingelassen ist.Dieses Gitter ist eine der unzähligen Grenzen zwischen Mokuols Straßen und der Kanalisation und befindet sich nur zwei kleine Seitengassen neben dem großen Marktplatz.Genau auf diesem Gitter steht eine, in einen dunkelbraunen Umhang gehüllte Gestalt.Flankiert wird sie von einer weiteren Person, ebenfalls in einem Umhang, der aber von hellerem Braun ist.Eine weitere Gestalt liegt im Schatten der beiden auf dem Boden und blinzelt gegen die Sonne.

Norru Balnam betrachtet den Mann vor sich, während sein Padawan Adean den Mund zusammengekniffen hat, die Augen vom Triumph erfüllt.Seit gestern Nacht war ihnen bewusst gewesen, dass etwas im Gange war.Endlich haben sie jemanden erwischt, der ihnen weiter helfen wird.Die geschmeidigen Bewegungen des Mannes vor ihm entlarvten ihn als feindlichen Spion, er hatte mit Sicherheit Informationen.
Aber etwas beunruhigt Balnam.Der Meister hat schon vielen Feinden gegenüber gestanden und kennt den Gesichtsausdruck, wenn sich einer von ihnen geschlagen gibt.Der Blick aber, den er von dem Mann am Boden auffängt hat nichts gebrochenes an sich.Obwohl ein Auge unter einem Verband steckt, der langsam von den schwarzen Haaren rutscht und eine fast verheilte, wohl ziemlich schmerzhafte Wunde mitten auf der Stirn präsentiert liegt in dem Blick des Mannes nichts außer Disziplin und eiskalter Berechnung.Als Balnam die Macht benutzt um hinter die eisgrauen Augen zu blicken meint er kurz ein Aufflackern von Erregung zu erkennen.Innerhalb von Sekundenbruchteilen ist ihm bewusst, dass er verloren hat.
„Man sieht sich, Jedi!“ sagt der Mann noch mit leiser Stimme, dann spürt der Jedi-Meister ein Stechen im Rücken.Als er nach unten blickt sieht er eine leuchtend blaue Klinge aus seiner Brust ragen.Dann sackt er zu Boden.

______________________________________________________

Fast auf die Minute genau fünf Tage zuvor auf halbem Weg zwischen Mokuol und Bakturon.

Mit ruhiger Hand steuerte der Rodianer Tywark das Shuttle knapp über der Baumgrenze, immer hinter Fenn Colten her.Sie hatten fast die Hälfte der Strecke zurückgelegt, als der leitende Agent normale Reisehöhe anstrebte.Tywark folgte ihm, als es in seinen Kopfhörern knackte.
„Nicht identifizierte Flugobjekte, geben Sie sich zu erkennen!“
Es war Colten, der antwortete.
„Hier sind Bakturon I und II, wir haben persönliche Fracht.Wollen Sie jetzt etwa auch noch Landecodes?“
Als es kurz darauf wieder in der Leitung knackste klang die Stimme schon deutlich nervöser.
„N-Nein Sir, natürlich nicht Sir!Wir werden sofort ihre üblichen Landeflächen räumen lassen!“
Lächelnd lehnte sich Kelv zurück.Es passte ihm ausgezeichnet, dass sie sich den Stress Landecodes zu stehlen sparen konnten.Der Ruf Niguras war wirklich hilfreich und hatte ihm die Möglichkeit gegeben seinen schmerzenden Kopf noch eine Weile zu schonen.Mittlerweile fühlte er sich wieder ganz gut und das lästige Schielen war einem gelegentlichen Zucken des Augenlids gewichen.Er betrachtete die vor ihm auftauchende Stadt aufmerksam durch seine grauen Augen.

Mokuol war anfangs von Schmugglern gegründet worden, die von den Hutts entsandt worden waren.Die huttische Architektur war ideal um Hitze und Feuchtigkeit des umliegenden Dschungels abzuhalten und so hob sich die Skyline der wachsenden Stadt in zylindrischen und bogenförmigen Mustern schon bald mehr und mehr gegen den Dschungel ab.Das ständige Abholzen der Bäume ging alles andere als geordnet vor und die freien Flächen wurden sofort wieder zugebaut, was nach und nach zu einem unüberschaubarem Labyrinth aus Häusern, Hütten und dazwischenliegender Wildnis führte.
Die Stadtverwaltung setzte sich seit Jahrhunderten aus der reicheren Schicht der Bevölkerung zusammen, allerdings gab es ein Problem.Die Reichen musste sich die Wohngebiete fast gänzlich mit den Armen teilen, womit man für ihre Sicherheit kaum garantieren konnte.Schließlich wurde beschlossen den alten Stadtkern, der auf einem Hügel gelegen war komplett der Oberschicht zuzuweisen.Sämtliche Hütten wurden niedergerissen und nach und nach entstanden die Wolkenkratzer der Stadt.Aufgrund ihrer erhöhten Position beherrschten sie das Stadtbild und bei näherer Betrachtung erkannte Kelv, dass tatsächlich kaum ein anderes Gebäude über die Baumwipfel ragte.
Die Shuttles näherten sich von Westen und überflogen als erstes die Slums.Hier herrschte der ewige Kampf gegen den Dschungel.Nicht nur wilde Tiere, die nur ein paar Meter abseits der äußeren Hütten kreisten machten einem das Leben schwer.Die Straßen hier waren von den häufigen Regengüssen eine permanente Schlammlandschaft, die Hütten alles andere als stabil und eine saubere Versorgung gab es schon gar nicht.
Weiter im Inneren der Stadt waren die Wege überdacht und Rinnen leiteten die Abwässer meist direkt in die Slumgebiete.

Als die Shuttles schließlich das Zentrum der Stadt erreicht hatten hielt Fenn Colten auf eine Bucht in einem riesigen, wenngleich ziemlich flachen, hangarähnlichen Gebäude zu.Ranken hingen vom Dach und machten den Eingang fast unsichtbar, aber sowohl Colten als auch Tywark waren erfahrene Piloten.Ohne zu zögern rauschten die beiden Shuttles durch die Vegetation und landeten kurz darauf sicher in einer markierten Zone.

_________________
Two there shall be.No more - no less.One to embody the Power, the other to crave it. - Darth Bane


Zuletzt geändert von Ssy_Moon am 29. Apr 2010, 17:26, insgesamt 6-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 2. Apr 2010, 15:56 
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Manchmal musste man einfach egoistisch sein. Er hielt die Kette von Vox in seinen Händen. Da bemerkte er, dass
seine Hand die mit Vox Stirn in Berührung war leuchtete und dann langsam in ein leichtes Schimmern überging und
schwächer wurde. Seine Fingerkuppen waren verbrannt doch spürte er keinen Schmerz. Er sah sich im Raum um:
Überall standen Instrumente des Todes und Maschinen. Dieser Vox war wohl ein begnadeter Bastler. Unter den
Instrumenten fand sich zum Beispiel eine Art Guillotine - nur nicht für Köpfe sondern eher Hände und Füße. Oder
eine Maschine der Morjuca keinen Sinn zudenken konnte: Es war eine Art Schaukelstuhl mit einem Loch in der Sitzfläche
und wenn man nach vorne wippte kam aus dem Loch eine Art Stange gefahren. Höchst sonderbar was der Vox so alles
getrieben hat. Morjuca schaute zur Decke und dort hingen sie: Die abgeschlagenen Hände der Diener und auch etliche
Köpfe von wahrscheinlich Ungläubigen. Apropos Diener, was passierte nun eigentlich mit denen? Morjuca sah die paar
Dutzend aus dem Raum an, sie wichen vor seinem Blick zurück. Was sollte er mit diesen Kreaturen anstellen? Und
wahrscheinlich gab es Vox Unterschlupf noch viel mehr von ihnen. Morjuca befahl den Kreaturen sich ihm zu nähern.
Sie taten es. Dann befahl er ihnen sich in der Mitte des Raumes in einem Punkt zu sammeln. Sie taten es. Er fragte
eine der Kreaturen: "Wem dient ihr?" Sie antwortete: "Euch mein Meister." Interessant. Und wie Morjuca fand: Extrem
Erfreulich. Und anscheinend konnten sie auch noch Sprechen. So fragte er weiter: "Wer hat euch zu dem gemacht was
ihr seid?" "Die Stimme in euch Meister" Sie meinte wahrscheinlich die Reste von Vox die Morjuca absorbiert hatte.
Er sollte eigentlich noch einige Tests mit den Kreaturen machen um ihr Potenzial in Erfahrung zu bringen doch seine
Aufmerksamkeit galt erstmal den Räumen hier unten und ihren Inhalten. "Wer von euch Kreaturen kann mich mit dieser
Anlage vertraut machen?" Niemand antwortete. "Irgendwer vortreten!" Keiner tat es. Es schien sich auch niemand
angesprochen zu fühlen. Morjuca kam auf den Gedanken, dass er eine Kreatur direkt ansprechen müsse oder sich klarer
ausdrücken sollte. So sagte er: "Du" und zeigte dabei auf eine ihm nahe stehende Frau "Führe mich durch die
verschiedenen Räume hier und erkläre sie mir!" Da bewegte sie sich.

Am Ende des großen Hauptraumes hingen große Vorhänge von der Decke und verdeckten so den Privatbereich
von Vox. Irgendwie erinnerte es Morjuca an ein privates Bordell eines reichen Drogenbosses. Überall waren
bettenähnliche Inseln mit vielen Kissen und Decken. Es fehlte nur noch das Harem. Allerdings konnte Morjuca spüren,
dass die Frau neben ihm eine große Abneigung gegenüber den Inseln empfand. Vox war definitiv gestört. Auf den
kleinen Tischchen überall standen Shishas, die eine oder andere Bong oder andere Instrumente zum Konsumieren
von Drogen. Die Drogen selbst befanden sich in einem großen Glasschrank. Morjuca erkannte einige und steckte ein
paar ein. Für den Fall, dass er mal irgendwen wie z.B. Clive mal bei Laune halten musste. Von diesem Raum führten
einzelne Kammern ab mit persönlichen Gegenständen von Vox. Er hatte über Jahre alles mögliche angesammelt.
Besonderes Interesse weckte allerdings eine Kammer: Sie war voll mit Kristallen, dem einen oder anderen Lichtschwert
und exotischen Waffen. So konnte Morjuca z.B. eine Lichtpeitsche ausmachen, die eine oder andere Vibroklinge, ein
kleiner tragbarer Energieschildgenerator sowie verschiedene Rüstungsteile. Er fand unter den Rüstungsteilen sogar
einen Umhang, der mit Cortonis-Fäden verstärkt war und eine Robe aus Schattenseide. Genau das Richtige für
Morjuca. Schattenseide verschluckt jedes Licht, ist daher immer Tiefschwarz und so im Schatten und in Dunkelheit
eine gute Tarnung, bei viel Licht aber eher auffällig. Ganz nach Morjucas Geschmack. Er ließ sich von der Frau eine
Art Umhängetasche bringen und verstaute darin drei Lichtschwerter, die Lichtpeitsche, vier kurze Vibroklingen,
mehrere brauchbare Kristalle, den Energieschildgenerator, eine Eriadu-Tarneinheit - ein Gürtel der den Träger
unsichtbar werden lässt, sich jedoch bei Kampfhandlungen sofort abschaltet, eine Schusswaffe die Morjuca nicht
ganz verstand - sie sah aus wie aus Chitin und stellte wenn man sie trug eine Verbindung mit der Haut her,
wahrscheinlich nahm sie daher die Energie zum Feuern sowie ein dünner kunstvoller Dolch aus Phrik, den man als
Haarnadel verwenden konnte. Er wusste schon wem er den einen oder anderen Gegenstand überreichen wird.
Morjuca blieb plötzlich stehen und dachte nach: Eigenartig, dass er seit neustem auch an andere dachte. Ihnen
sogar Geschenke machen wollte. Das passte rein gar nicht zu ihm. Hatte er auf diesem Mond vielleicht das erste
mal in seinem Leben so etwas wie Freunde gefunden? Nein. Er sagte sich, dass er die Geschenke machen wollte,
da sie zum erfolgreichen beenden der Mission von Nutzen sein werden. Damit war er zufrieden. Er hatte auch nicht
vor irgendwem von Vox Unterschlupf zu berichten. Es würde eh jeder eine potenzielle Gefahr in ihm sehen wenn sie
wüssten, dass er Vox absorbiert hatte und eine Kette mit hunderten Seelen und wer weiß was für Fähigkeiten bei
sich trug. Er fand, dass er nun die nächste Stufe erklommen hatte und ein Imagewechsel angebracht wäre. Das
mochte er an den Sith. Niemand schrieb ihnen vor, wie sie sich zu kleiden hatten im Gegensatz zu den Jedi. Er zog
einen hautengen Thermoanzug an, der ihn vor sowohl großen als auch niedrigen Temperaturen schützen sollte, ihm
jedoch die volle Bewegungsfreiheit erhält. Er war schwarz und erinnerte leicht an einen Tauchanzug. Dann legte er
Armschienen aus einem ihm nicht ganz eindeutig identifizierbaren Material an, sowie Beinschienen aus dem gleichen
Material. Er dachte sich, dass solche Armschienen für Shiro bestimmt auch von Vorteil wären und so nahm er ihm
auch welche mit. Außerdem legte er noch einen beweglichen Wirbelsäulenschutz an, der ihn selbst bei großen
Stürzen auf den Rücken oder heftigen Machtattacken vor bleibenden Schäden bewahren sollte. Darüber zog er eine
Robe aus weicher Sept-Seide und wieder darüber die Robe aus Schattenseide, die ihn nahezu verschluckte.
Als letztes legte den Umhang mit Cortosis-fäden an. Er fand er sah gefährlich und geheimnisvoll aus.

Aber er musste auch endlich weiter. Er hatte schon genug Zeit in diesem Raum verbracht und er würde bestimmt
nicht das letzte mal in Vox Gemächern rumschnüffeln. Achja um Vox Leichnam musste er sich auch noch kümmern,
also dem was davon über war. Er wollte gerade aus der Kammer treten da fiel ihm noch etwas ein: Ein Sackschutz
wäre vielleicht auch nicht verkehrt. Bei Persönlichkeiten in seinem Umfeld wie z.B. Francis erst recht nicht.

Morjuca und die Frau gingen einen weiten Gang entlang mit vielen Verliesen links und rechts. Dort schliefen also
die Anhänger Vox bzw. nun Morjucas. Es folgte eine Art Labor des Grauens. Überall lagen Menschen- und Alienteile
herum. Nebenan befand sich eine Schmiede in der z.B. die Krallen der Anhänger sowie die Hellebarden gebaut wurden.
Morjuca überlegte, dass es doch bestimmt auch noch irgendwo Menschen gab die noch nicht verwandelt wurden.
Er fragte die Frau danach und sie führte ihn über eine Wendeltreppe ein paar Ebenen tiefer. Sie befanden sie wieder
in einem Gang der dem ein paar Etagen höher ziemlich ähnelte. Wer hatte all dies erbaut? War es mal ein Gefängnis?
Und was der Untergrund dieses Mondes wohl noch für Geheimnisse hütete?
In den Zellen befanden sich diesmal Menschen, Aliens und teilweise sogar Tiere. Sie wichen bei Morjucas Anblick vor
Angst zurück und fingen an zu wimmern. Anscheinend hatte Vox die Verwandlung bei ihnen noch nicht durchgeführt bzw.
ist dabei von ihrer Ankunft auf Mokuol abgelenkt worden. Es befanden sich gut 2 dutzend Menschen in den Zellen.
Morjuca schweifte seine Kapuze ab und hockte sich neben eine Zelle. In ihr waren Kinder. Er mochte noch so grausam
sein manchmal aber bei Kindern, gerade bei Jungen wurde er weich. Sie erinnerten ihn zu sehr an ihn selbst. Er fragte
einen älteren Jungen wie sie hierher gekommen waren und wie lange sie schon hier waren. Dieser bekam allerdings kein
Wort raus. Da war Morjuca wieder er selbst und ließ kleine Blitze aus seinen Fingerkuppen sprühen um dem Jungen
klarzumachen, dass er reden sollte.
Er erklärte ihm ängstlich, dass er aus der Stadt kam. Das letzte an was er sich erinnerte war, dass er einfach das
Verlangen hatte in die Kanalisation zu gehen und mit eigenen Schritten hierher gelaufen ist. Anscheinend war Vox
Einfluss auf schwächere Kreaturen größer als Morjuca erst annahm. Freilassen konnte er die Menschen hier aber
nicht - wollte er auch gar nicht. Erstens würden sie sonst jedem von seinem grad neu eroberten Heim erzählen und
außerdem könnte er sie vielleicht noch gebrauchen. Er gab der seelenlosen Frau neben sich den Befehl alle Gefangen
ausreichend zu versorgen - mit was auch immer hier unten gegessen wurde. Morjuca wollte es auch gar nicht wissen.

Doch nun musste er weiter. Er wurde bestimmt schon vermisst. Er blickte auf die Tasche neben sich, öffnete sie
und musterte die Gegenstände und schätze in ihr. Er war zufrieden. Da fiel ihm die Kette von Vox ein. Er hatte sie
wahrscheinlich in seinem alten Umhang vergessen. Er packte die Tasche und lief schnell wieder nach oben und
ja - dort in seinem alten Umhang befand sie sich. Er trat an eine nahe Kristalllampe und begutachtete sie näher.
Er spürte große Macht in ihr pulsieren wie Blut. Hunderte Seelen waren in ihr eingeschlossen doch das war nur das
Produkt. Die Kette hatte eigentlich andere Eigenschaften dachte sich Morjuca. Also legte er sie um und schrie auf.
Der Schwall an Gedanken und Wahrnehmungen erschlug ihn regelrecht. Er brach auf dem Boden zusammen.
Nach einigen Minuten konnte er die Stimmen und Bilder langsam verdrängen. Langsam verstand er. Durch diese Kette
konnte er durch die Augen eines jedes Anhängers blicken, sie direkt steuern und befehlen. Noch mehr: er besaß ihre
Seelen. Ihm wurde langsam klar, dass er ein äußerst mächtiges Artefakt sein Eigen nenne durfte. Wahrscheinlich
hatte Vox mit dieser Kette mühelos andere Wesen bekehrt und kontrolliert. So zum Beispiel die Soldaten aus
Morjucas Trupp. Morjuca juckte es in den Fingern seine Möglichkeiten mit der Kette auszuprobieren, nur hatte er
kein Bedürfnis dort weiterzumachen wo Vox versagt hatte.

Morjuca war bestimmt schon den halben Tag - oder war es Nacht? - in dieser Anlage. Er musste schnellstens
aufbrechen. Nur in welche Richtung? Richtung Mokuol wie sein Auftrag ehemals war oder zu seinem Meister?
Er entschied sich erstmal nach Shiro zu suchen. Mit Hilfe der Kette wusste er sogar genau wo er sich aufhielt.
Shiro und die Soldaten hatten nicht jeden der Gläubigen getötet. Einige waren nur schwer verletzt aber das
Band zwischen ihnen und Morjuca war stark genug um ihm zu sagen wo sie sich aufhielten. Er lief so schnell er
konnte der Kristallhöhle entgegen.
Als er dort allerdings ankam waren dort nur ein paar Wachen postiert. Von ihnen erfuhr er, dass Shiro vor
zwei Stunden Richtung Basis aufgebrochen war. Also Richtung Basis. Aber nach nicht einmal einer Stunde traf
Morjuca auf Shiro und eine größere Einheit, die ihm entgegenkamen.

Shiro blickte erst ein wenig ungläubig und freute sich dann als er Morjuca erkannte
"Ey Morjuca was machst du denn hier? Wir haben dich schon als vermisst gemeldet! Ich habe dir viel zu erzählen. Komm
erstmal zu mir. Wir marschieren nach Mokuol und richten uns dort in den Gängen direkt darunter eine Zwischenbasis ein."

Und so erzählte Shiro ausführlich was er erlebt hatte und was er von den anderen so mitbekommen hatte. Clive und
Francis hatten sich aus dem Staub gemacht usw. Wirklich wild wurde Morjuca aber beim Bericht des Holocrons. Was
sich wohl darin befand? Als nächstes war Morjuca dran. Er berichtete grob von seinen Erlebnissen ließ aber die
Gemächer von Vox größtenteils aus. Vor allem verschwieg er die Diener dort und den Aufenthaltsort. Als er von der
Kette berichtete bekam Shiro große Augen und wollte sie gleich sehen. Morjuca zeigte sie seinem Freund, der voller
Ehrfurcht den Kopf neigte. Hunderte Seelen in so einem kleinen Gegenstand sind eben eindrucksvoll. Da fielen
Morjuca die Arm und Beinschienen ein, die er für Shiro mitgenommen hatte. Er überreichte sie ihm und dieser machte
große Augen:
"Du weißt schon, dass das eine Verbindung aus Cortosis mit organischem Material ist oder? Also extrem
widerstandsfähig sowie extrem leicht. Und es leitet keinen Strom. Danke."

Morjuca nickte nur. Als Shiro einen flüchtigen Blick in die Tasche warf pfiff er Luft aus.
"Was hast'n damit alles noch vor? Sagma sind das Lichtschwerter von Jedis??"
"Ja sind es. Ich habe sie bei Vox gefunden und dachte wir könnten vielleicht rausfinden wem sie gehörten."
"Sagmal und was sind die Teile?"
"Das hier z.B. ist eine Lichtpeitsche. Ich habe noch nie eine zu Gesicht bekommen. Daher habe ich sie zur Untersuchung mitgenommen.
Und ich dachte du oder Francis hättet vielleicht Interess..."
"Ey her damit! Du willst so etwas doch wohl keiner Frau überlassen ... Achja und Kristalle hab ich auch reichlich
gefunden. Mehr als wir jemals brauchen werden."


Nach einigen Tagen waren sie da. Bereits teilweise Tage vor ihnen angekommen waren Francis, Clive und Kelv
mit seinen Kollegen. Francis konnten sie nicht aufspüren. Kelv jedoch war leicht gefunden. Bzw. seine Gegenüber.
Shiro und Morjuca wussten sofort, dass Jedi in der Nähe waren, als sie das erste mal die Oberfläche der
eindrucksvollen Stadt betraten. Sie befanden sich nahe der Slums der Stadt. Hier wohnte der Abschaum, diejenigen
die durch kriminelle Machenschaften genug Geld ranschafften um sich ein kleines Häuschen zu leisten. Shiro und
Morjuca trennten sich und wollten von zwei Seiten dazu stoßen um die Situation besser abschätzen zu können.
Morjuca fand die beiden Jedis zuerst und das grad in letzter Sekunde. Sie hatten Kelv in eine Sackgasse getrieben.
Er ging langsam rückwärts die Gasse entlang, zum Glück sah er noch Morjuca am anderen Ende stehen, bevor er ins
Stolpern geriet und hinfiel. Die Jedi zückten ihre Lichtschwerter. Morjuca musste sich etwas einfallen lassen.
Kelv versuchte ein bisschen Zeit rauszuschlagen indem er die Jedi frech anguckte.
Manchmal muss man sein Schicksal einfach in jemand anderes Hand legen.

Morjuca sammelte seine Macht. Er versuchte eine Verbindung zu der Kette um seinen Hals herzustellen oder
zumindest irgendwie auf ihre Kräfte zugreifen zu können. Doch ohne Übung war dies schwieriger als erwartet.
Da kam ihm ein Gedanke. Er hatte ja nicht aus Jux und Tollerei Vox absorbiert oder? Also verband er seine Macht
mit der Seele von Vox um auf sein Wissen zugreifen zu können. Und ja. Er sah die beiden Jedi nun ganz klar vor sich.
Zum greifen nahe. Es war als könne er ihre Konturlinien ganz klar sehen und sie schienen andersfarbig. Bei dem
Jedimeister schien eine Blockade zwischen ihm und Morjuca zu schweben. Allerdings nicht bei dem Padawan.
Dieser schien für ihn grünliche und bläuliche Farben anzunehmen während der Meister hell gelb bis golden leuchtete.
Er streckte im Geiste die Hand nach dem Padawan aus, dann er spürte etwas wie Überraschung und Verständnislosigkeit.
Nur war es da schon um den jungen Schüler geschehen. Morjuca hatte ihn in seiner Hand. Kelv spürte die Veränderung.
Der Jedimeister blickte in Kelvs Augen und da spürte er es auch.
Nur für ihn zu spät.

Vor Shiros Augen offenbarte sich ein skurriles Bild. Ein Padawan ersticht hinterrücks seinen Meister, ohne dabei auch
nur mit der Wimper zu zucken. Er verstand es nicht doch musste er schnell handeln. Er sah Morjuca nicht, wie er in
seiner dunklen Schattenseidenrobe Zwischen zwei Häusern stand. So sprang Shiro über die Dächer in die Gasse und
schlug dem Padawan mit einem Zischen den Kopf ab, während Kelv noch "Neeein nicht!" schrie. Morjuca japste laut.
Als das Leben aus dem Padawan wich, war es als ob ihm jemand einen Schlag in die Magengrube versetzte. Er verstand,
dass bei dieser Art der Gedankenkontrolle wohl ein Teil seiner Macht seinen Körper verließ. Wie grauenvoll es wohl für
Vox gewesen sein muss, als Shiro dutzende seiner Anhänger abschlachtete?

Shiro half Kelv auf die Beine. Morjuca trat zu ihnen:
"Kelv, was ist passiert? Wo sind die anderen und wie bist du in diese missliche Lage gekommen?"
Kelv schaute finster drein und antwortete vielleicht eine Spur zu frech:
"Ich hatte alles unter Kontrolle ich hätte euch nicht gebraucht. Trotzdem danke, dass ihr gekommen seid. Die anderen
sitzen wahrscheinlich in unserem behelfsmäßigen Unterschlupf und überlegen sie sie Kontakt zu euch aufnehmen.
Es ist viel passiert die letzten zwei Tage doch dies ist eine Geschichte für eine nette gemeinsame Runde am Abend.
Wenn ihr wollt führe ich euch zu ihnen."

"Das wäre gut. Noch besser wäre es wenn ihr uns sagen könntet wo wir unseren Zwischenposten einrichten
können ohne dass dieser entdeckt wird. Denn nur wenige hundert Meter weiter und in der Erde warten etliche Soldaten.
Eine größere Einheit wurde uns mitgegeben."

Kelv runzelte die Stirn und antwortete belehrend:
"Und die schickt ihr am besten gleich wieder zurück. Ihr habt grad einen der Jedimeister mitsamt Padawan innerhalb
weniger Sekunden getötet. Die Jedi werden außer sich sein und jeden noch so kleinen Puff und Schmutzwinkel
durchsuchen. Das letzte was wir nun brauchen ist ein offener Kampf. Ich sage euch: Schickt sie schnellsten zurück
in die Gänge. Dort sollen sie Stellung halten und ihr kommt nun mit in unser Hotel und wir berichten erstmal was
vorgefallen ist..."

Kelv grinste als die Sith ihm zustimmen mussten. Die Jedi wurden kurzerhand mitgenommen und zu den Truppen
gebracht, kurze Befehle wurden übermittelt und dann machte man sich zu Dritt wieder auf den Weg
nach oben ins Hotel.

Shiro staunte nicht schlecht als er sah, wo die Kollegen lebten. Es war ein Luxushotel im oberen Viertel. Die
Vorteile von diesem waren zum einen natürlich das angenehme Wohnklima, der Luxus, das Essen usw. aber vor
allem die Diskretion. Hier interessierte es niemanden wer die Suite mietete. Niemand stellte Fragen und einen
geheimen Hintereingang gab es auch. Hauptsache das Geld wurde bezahlt. Francis saß in einem prunkvollen
Kleid auf einem weißen Ledersofa und lächelte charmant, während Clive etwas abseits und leicht geknickt auf einem
ebenso weißen Sessel saß. Allgemein war in diesem Raum fast alles weiß oder in anderen fröhlichen Farben gehalten.
Kein typischer Ort für Sith. Francis war wohl doch etwas anders.
Clive musste gestern schmerzlich von Francis sexueller Orientierung erfahren. Doch dies war nun
nebensächlich. Alle waren froh wieder vereint zu sein. Morjuca räusperte sich und stellte seine Tasche auf den
Beistelltisch in der Mitte. Francis dachte kurz darin befänden sich nun Leichenteile und machte dann bei den
Kristallen und schätzen darin große Augen. Morjuca spielte Weihnachtsmann. Das war so als ob einem erzählt wird,
dass Jedi und Sith Frieden schließen. Der Sith überreichte Kelv, der nicht schlecht staunte den Tarngürtel und Clive
den tragbaren Schildgenerator. Dann legte er die Vibroklingen auf den Tisch.
Clive nahm 2 kunstvoll verzierte und wirbelte sie probeweise durch die Luft.
"Hah! Die sind klasse! Ihr bescheuerten Jedi könnt kommen ich mach euch im Nahkampf fertig!"
Dann setzte sich Morjuca neben Francis und öffnete eine Schachtel in der der Haarnadeldolch war. Clive brüllte vor Lachen:
"Na willst du es nun auch bei Francis versuchen ich wusste gar nicht, dass du dich überhaupt für Frauen interessierst Dude!
Tja ich kann dir sagen bei der fährste sowas von auf Eis!"

Morjuca war verwirrt und ignorierte Clive, zu Francis gewannt sagte er dann:
"Dies ist ein Dolch aus Phrik, einem der härtesten Metalle der Welt.
Auf den ersten Blick sieht er aus wie eine Haarnadel doch kann sie als gefährliche Waffe vielleicht mal euer Leben retten."

Clive hörte schlagartig auf zu lachen.
Francis bedankte sich mit einem Kopfnicken bei Morjuca und ergriff das Wort:
"Das ist sehr freundlich von euch Morjuca. Doch nun höret unsere Geschichte."

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Frieden ist eine Lüge

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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Szenario - Auf nach Mokuol!
BeitragVerfasst: 2. Apr 2010, 16:09 
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Was für eine dreckige Stadt. Das war so ziemlich mein erster Gedanke, als ich hier das erste Mal durch die Straßen wanderte.
Wobei das Stadtbild sich quasi immer mehr verjüngte, je mehr ich in das Zentrum kam. Außen Slums, innen die dicken Wolken-
kratzer. Man das würde ein Kinderspiel werden. Ich grinste verschmitzt, während ich durch Straßen, Gassen und Märkte streifte.
Hier im äußeren Bereich wirkte alles sehr trostlos, was noch durch die tief hängenden, dunklen Wolken verstärkt wurde, aus
denen unaufhörlich der Regen strömte. Trotzdem war die Stadt so lebendig wie jede andere. Auf den Märkten wurden laut-
stark Waren in allen Formen und Farben angepriesen. Früchte, Fleisch, Handwerksware, Sklaven- da war alles dabei und sicher
auch das, was ich suchte: Informationen. Aber bevor ich mich an die Arbeit machen konnte, musste ich aus meinem Kampfanzug
raus. So wanderte ich weiter, bis ich eine geeignete Person gefunden hatte. Von der Größe und Breite her passte es und seine
Sachen schienen ebenfalls genau das zu sein, was ich brauchte. Ich folgte ihm in eine verwaiste Gasse, in der er wohl seine
Wohnung hatte. Leise schlich ich mich an ihn heran und nahm dabei einen Stein vom Boden auf. Als er gerade den Schlüssel
in das Schloss steckte, kam ich an ihn heran, rief "Hey!", woraufhin er sich umdrehte und stieß ihm den Stein in den Kopf.

Ich zog ihn in sein Heim, wo ich mich umzog und alles noch etwas verwüstete. Ich ging zwar davon aus, dass ihn niemand
vermissen würde, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht, wa? So sah es wenigstens wie ein Raubüberfall und weniger wie
ein Mord aus. Anschließend machte ich mich wieder auf den Weg zum Markt, wobei ich nur kurz darüber nachdachte,
dass ich gerade kaltblütig einen Mord begangen hatte, was ich vor 5 Jahren nicht einmal einer Fliege angetan hätte.
Am Markt angekommen ging ich an den lautesten Verkäufern vorbei und suchte mir die raus, die dünn, klein und berechnend
aussahen. Meiner Meinung nach der Typ Mensch, der am wenigsten in Bars die große Lippe riskiert, wenn man ihn überhaupt
einmal dort antrifft- quasi vom Typ Misanthrop, der eh ungern mit Menschen redet. Außer sie haben Credits. So wie ich.
So erfuhr ich eine Menge. Die Republik hatte sich seit dem Krieg in die Wirtschaft des Mondes eingemischt. Die Stahl- und
Cortosisproduktion wurde in wenigen Monaten vervierfacht. Alles natürlich auf Kosten der Arbeiter, die zwar doppelt so viel
und doppelt so schwer arbeiten mussten, dafür aber keinen einzigen Credit mehr bekamen. Das hatte bereits für Aufruhr
gesorgt, doch da die Republik schnell reagiert und eine Garnison stationiert hatte, schwelte dieser nun unter der Oberfläche
und ich würde es mir zur Aufgabe machen, ihn endlich zum Ausbruch zu bringen.

Etwas später am Abend saß ich am Tresen einer Bar. Vor mir ein gefülltes Bierglas, links von mir ein anderer Gast und rechts
von mir Zuthal. Er war hier, weil ich ihn dafür bezahlte. Mehr noch, ich bezahlte ihn auch dafür, dass er mir in allem Recht gab
was ich so sagte. So saßen wir also in dieser Bar, die alles in allem sehr heruntergekommen war. Eben die typische Bar, in der sich
Arbeiter nach ihrer Schicht treffen, um ihre wenigen Credits für Realitätsflucht auszugeben. Es stinkt, es schimmelt in allen Ecken,
das Bier schmeckt scheiße und Musik gibt es auch nicht. In Zeiten des Krieges und der Unterdrückung gibt es auch kein betrunkenes
Gröhlen, sondern nur leises Getuschel, was der ganzen Szenerie etwas surreales und verstörendes gab.
Und jetzt kam ich.

"Diese verdammten Minen. Dieser verdammte Krieg. Diese verdammte Republik." sagte ich zu meinem Bierglas. Der Kerl links von mir
schaute rüber und schien verärgert zu sein. "Sag das lieber nicht zu laut, die Republik hat ihre Spione überall. Oder willst du dass
auch die Stadt eine Garnison verpasst bekommt? Dann kannst du demnächst mit republikanischen Soldaten trinken, Sohn."
Der Mann hätte echt mein Vater sein können. Er war alt und abgekämpft, aber trotzdem eine beeindruckende Gestalt. Ein
Leben in den Minen macht aus Männern eben Schränke. Nun schaute ich ihn aber verärgert und fast verachtend an.
"Und wieso glaubst du, dass das durch leises reden verhindert werden kann? Ahnst du denn nicht, dass es so oder so kommen wird?
Egal wie laut oder leise ich rede? Jeden Tag den wir mehr Cortosis in das unersättliche Maul der Republik stoßen geben wir mehr
und mehr unserer Autonomie auf. Jeden Tag vergraben sich die Krallen der Republik mehr in unserer Heimat!" Je mehr ich redete,
desto lauter war ich geworden. Der alte Mann schaute mich völlig überrascht und verängstigt an. Tatsächlich war es in der Bar
still geworden und ich konnte spüren, wie alle Blicke auf mir hafteten. Als der Mann sich einigermaßen gefasst hatte antwortete er.
"Siehst du, was dieses Gerede bringt? ANGST!" Dabei fasste er mich am Unterarm. "Hüte deine Zunge, oder du wirst sie verlieren.
Und nicht nur das. Es sind gefährliche Gedanken, Sohn. Wir alle können nur verlieren, wenn egal wer solche Worte spricht."
Ich riss mich los und stand von meinem Hocker auf. Mein Moment war gekommen. Auf ihn hatte ich mich schon Tage vorbereitet.
Ich rief die Bilder der Sturmpioniere in meinem Geist hervor, deren Tod ich so leichtfertig verdrängt hatte. Wie stolz es mich gemacht
hatte, sie vor unserem Aufbruch in Reih und Glied zu sehen. Wie sie miteinander umgingen und sich näher als Brüder waren. Wie
schnell diese Brüder auseinander gerissen wurden, in den Höhlen unter Mukuol. Es war als hätte ich einen Damm losgerissen.
Der ganze Druck auf meiner Seele half mir dabei, nun vor meinem Publikum zu weinen. Ich beweinte die Pioniere, meine ehemaligen
Kameraden aus der republikanischen Armee, meine Familie und mich selbst, oder das, zu dem ich geworden war. Ich beweinte den Mann,
den ich vor wenigen Stunden getötet hatte. Und in dieser Explosion der Gefühle richtete ich meine Worte an die Bar.
"Seht mich an! SEHT MICH AN! Wie könnt ihr mich ansehen und nicht euch selbst sehen! Spürt ihr ihn denn nicht? Diesen Druck?" Bei
diesen Worten fasste ich mir ans Herz. "Wir werden unterdrückt meine Brüder. Wie sie uns schuften lassen, wie sie unsere Würde und
Träume immer wieder mit Füßen treten! DAS IST ES was ihr spürt! DAS ist der Druck auf euren Herzen! Ihr kommt nach Tagen in den
Minen für einige Stunden heim und seht eure Familien in den Bewusstsein, dass wenn ihr bei der Arbeit sterbt sich niemand um eure
Liebsten kümmern wird! Die Republik verheizt uns, uns und unsere Familien! Wie viele Frauen und Töchter prostituieren sich, nur für eine
Scheibe Brot? Wie viele eurer Jungen treiben sich in kriminellen Banden rum, oder werden von der Republik für ihren Krieg geraubt,
während ihr in den Minen steckt und NICHTS tun könnt?!" Ich drehte mich um und stieg auf den Tresen, wedelte wild mit den Armen
rum und versuchte so charismatisch zu sein, wie es nur ging. "Ich stehe hier vor euch als gebrochener Mann! Und das ist der Grund,
weshalb ihr euch selbst in mir erkennen könnt! Darin sind wir alle gleich meine Brüder! Wir sind alle gebrochen durch die Fesseln der
Republik, die an unserem Rückgrat zerrt! Die uns wie ein Bluthund aussaugt! Uns einredet, wir sind nichts, unsere Leben, unsere Liebe,
unsere Familie- das alles ist nichts!! WIE LANGE NOCH?! WIE LANGE NOCH könnt ihr das ertragen?!" Dabei ließ ich meinen ausgestreckten
Zeigefinger über die geschockte Masse gleiten. Er blieb über Zuthal stehen. "Du! Wie lange kannst du es noch ertragen?! Wie lange
willst du es noch ertragen!?" Zuthal spielte seine Rolle perfekt, man konnte förmlich sehen wie alles Blut aus seinem Gesicht wich.
Er schaute sich um, in die Gesichter der anderen Gäste. "Nur Mut mein Bruder! Sag uns was in dir vorgeht!"
Zuthal schaute wieder zu mir und wo er vor kurzem noch geschockt war, zeigte er nun Wut. Er sprang auf. "Du hast Recht Bruder!
Du hast Recht Bruder! Du hast Recht!" Dabei stieß er jedes Mal energisch den Zeigefinger in die Luft. "Aber wie können wir die über-
mächtige Republik besiegen?! Wir haben doch nichts!" Aus der Menge kamen Zustimmungsrufe. Ich erhob sofort die Hand und
gebot Ruhe. Sofort herrschte Stille. Dann warf ich wieder die Arme in die Luft. "BRÜDER! Das ist falsch! WIR HABEN ALLES! Rückt
ab von eurem Glauben, dass wir nichts haben, nichts sind. WIR SIND ALLES, alles was die Republik braucht, um diesen Krieg zu gewinnen.
Könnt ihr das denn nicht sehen?! Unser Verhandlungsrecht lag schon immer vor unseren Füßen, oder besser unter ihnen! Wir sind es,
die das Cortosis abbauen! Wir sind es, die die komplizierte Technik zu meistern wissen! Wir sind das Fachpersonal! WIR HABEN ALLES
meine Brüder! Das perfekte Druckmittel! Könnt ihr es denn nicht sehen?! Sie können uns gar nicht mit ihren Waffen drohen, denn
die Wahrheit ist: WIR SIND KEIN NICHTS. WIR SIND ALLES, WIR HABEN ALLES!!" Plötzlich war die Menge wie entflammt. Krüge
wurden gegen Tische geschlagen, Stiefel stampften auf den Boden und laute Begeisterung machte die Runde.
Wieder erhob ich die Arme und wieder wurde es still. "Doch Brüder, an einem fehlt es uns doch. Wir haben das Druckmittel.
Wir haben die Masse der Arbeiterklasse. Doch eines fehlt uns noch. Das, womit wir unser Druckmittel und unsere Masse genau dort
anbringen können, wo sie richtig eingesetzt werden. UND DAS LEGAL meine Brüder. Wenn wir jetzt in wilder Agonie rauslaufen
DANN genau DANN wird das passieren, wovor wir uns alle fürchten. Sie werden uns das letzte nehmen, was uns geblieben ist:
unsere Leben! Also haltet ein und höret, was das eine ist, das wir brauchen! Das uns unsere Freiheit, unsere Würde und unsere
Leben wiederbringt!" Es war totenstill geworden. Alle warteten gespannt, während ich meine Kunstpause einlegte.
Dann, fast im Flüsterton, sagte ich das goldene Wort: "Gewerkschaft." Die Männer, die gerade noch lange Ohren gemacht hatten,
schauten sich nun in die Gesichter und fragten sich, ob sie richtig verstanden hatten. "Wir bilden unsere eigene Gewerkschaft!
So zwingen wir die Republik mit ihren eigenen Mitteln in die Knie! Auf legale Art und Weise! Wenn wir unter dem Schutz einer
Gewerkschaft streiken, KÖNNEN SIE UNS GAR NICHTS TUN! Wenn sie dann ihre Soldaten schicken, riskieren sie ein Abfall anderer Welten,
denn dann sind sie nicht besser als die, gegen die sie kämpfen! Kommt meine Brüder, vereinigen wir uns! Vereinigen wir uns unter
einem Banner!" Ein riesen Jubel brach los. Die Männer sprangen auf, rissen ihre Gläser in die Höhe und gröhlten. Ich zog den alten Mann
auf den Tresen, der mir mit Tränen in den Augen zurief: "Bruder, wie ist dein Name?!" "Ich bin Clive, Bruder!" Zur Bar gewannt wiederholte
ich es: "Ich bin Clive, Brüder! Das erste Mitglied der Gewerkschaft! WER IST MIT MIR?!" Das Jubeln wurde noch lauter und die Männer
fingen an meinen Namen zu rufen.
Die Katze war im Sack.

Die Nachricht von der Gewerkschaft verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Die ganze Nacht lang hielt ich meine Reden an verschiedenen Orten,
oder wurde sie von Zuthal und den anderen Mitgliedern wiederholt. Bald kam ich mir selbst wie eine Art Messias vor und musste mich
ermahnen, mich nicht wie einer zu verhalten. Das wichtigste bei sowas war die Glaubwürdigkeit. Ich musste ich selbst bleiben, sonst würde
mein kleines Kartenhaus bald in sich zusammenfallen.
Das alles erregte natürlich nicht nur bei den einfachen Leuten Aufsehen. Ich saß gerade mit meinen Brüdern in einer etwas vornehmeren
Bar zusammen und wir führten hitzige Diskussionen darüber, was als nächstes geschehen sollte, als jemand an mich herantrat und berichtete,
dass ein alter Freund zu mir wolle. "Was sagt er, wie sein Name ist?" "Sie sagt, ihr Name sei Frances, mein Bruder." Ich stand auf.
"Meine Brüder, entschuldigt mich bitte für einen Moment. Gesprächsführer wird solange Zuthal sein. Bitte." Ich nickte Zuthal zu und er nahm meinen Platz ein.
Dann "empfing" ich Frances in einem der Hinterzimmer. "Clive du verdammter Sch-!" "Frances! Liebe meines Lebens! Wie schön dich zu sehen!"
Ich machte Anstalten sie zum umarmen, erntete dafür aber nur einen schmerzlichen Tritt in das Schienbein, der mir Tränen in die Augen jagte.
"Ahw, wie schmerzlich dich zu sehen." Da musste die Bitch natürlich lachen. "Ach Clive, was ist nur mit dir? Wie schaffst du es, sowas hier zu
vollbringen? Wie schaffst du es, die Menschen so in deinen Bann zu ziehen?" Hoho, als sie bei diesen Worten mein Kinn ergriff und mich so näher
an sie heranzog, rutschte mein Gehirn plötzlich sehr weit nach Süden ab. "Ehm, das muss wohl das gute Aussehen sein." Ich zwinkerte ihr zu.
"Das meine ich Clive. Genau das. Du bist so kindlich naiv. Wie kommt es, dass du noch am Leben bist?" "Keine Ahnung Lady, aber jetzt gerade
pulsiert das Leben in mir sehr sehr heftig. Also lass uns endlich loslegen!" Dabei gab ich ihr einen Kuss der mich buchstäblich atemlos machte,
denn Frances Antwort bestand darin, meine Beine wegzutreten und mich auf den Boden zu stoßen. Da war es wieder, ihr schallendes Gelächter,
während ich mich unter schmerzen krümmte und hustete. Sie setzte sich auf mich und fing an, mich zu würgen. Ihre Hände waren erstaunlich
stark, bemerkte ich noch, kurz bevor ich ohnmächtig zu werden schien. "Lass dir das eine Lehre sein Clive! Vergiss niemals, wer du bist. Egal wie
viele Bauern dich verehren, du bist und bleibst ein Befehlsempfänger. Du erstattest mir bericht und tust, was ich dir sage. Was die Sith dir sagen.
Ab jetzt keine Alleingänge mehr. Nicht sowas hier. Du machst dich selbst zur Zielscheibe- zu unserer Zielscheibe. Du wirst mit diesem Mob hinter dir
genau das machen, was wir dir Befehlen. Hast du das verstanden?!" Sie würgte mich immer noch und ich hatte alle Mühe, meinen knallrot angelaufenen
Kopf zum Nicken zu bringen. "Gut." Sie stand auf, reichte mir die Hand und gab mir ein zuckersüßes Lächeln. Da sie das nicht erwarten würde,
gab ich ihr ebenfalls mein breitestes Lächeln und sagte mit heiserer Stimme: "Ach Frances, ich wünschte alle Frauen könnten so flirten wie du."
Dann gab ich eine Mischung aus Lachen und Husten von mir. "Oh yeah Baby, dafür liebe ich dich mehr denn je!"
"Das ist vergeudete Liebe, mein bester. Männer sind einfach nicht mein Fall." Bei diesen Worten wurde ich dann doch noch ohnmächtig.
Was für eine Tragödie.

Sie berichtete mir dann, dass sie ebenfalls schon weit gekommen war. Kontakte waren zu beiderseitigem Vorteil geknüpft worden, Intrigen gesponnen
und Zimmer in vornehmen Hotels wurden bezogen. Alles in allem schien sie eine gute Basis gefunden zu haben, in der kurzen Zeit, in der wir nun schon
hier waren. Kelv und sein Voraustrupp waren ebenfalls dazu gestoßen und hatten ihren Kommandoposten nun in besagtem Hotel eingerichtet.
Was sie von mir wollte, war einfach. Ihr größtes Ziel war es, die Jedi zu töten, bevor die anderen eintrafen. Dafür brauchte sie die Augen und Ohren
meiner wunderbaren Gewerkschaft. Diese würde mir berichten, wo die Jedi sich zu jedem Moment aufhielten und ich wiederum würde es Frances berichten.
Gemeinsam mit Kelv konnte sie so einen Plan schmieden, um die Jedi in die Falle zu locken. Und nicht nur das. Sie wollte meine Gewerkschaft als
Scheinfirma benutzen, um so die Aufklärungsmissionen und andere Aktionen der Sith zu decken. Unter ihrem Deckmantel würden unsere Soldaten ungehindert in
Zivil durch die Straßen der Stadt laufen können, würden die Sith Zugang zu Regierungsstellen bekommen. Es war die perfekte Infiltration von innen.

Als sie sich verabschiedet hatte, nahm ich wieder an der Debatte teil. "Meine Brüder! Es freut mich euch mitteilen zu können, dass das umherstreifen
in der Nacht ein Ende hat! Es freut mich bekanntgeben zu können, dass unser Gewerkschaftssitz im Luxushotel Compoint sein wird! Auf auf, wir ziehen
sofort ein!"

Bei Frances durchdringender Stimme schreckte ich aus meinen Gedanken. Nein... vieles davon sollte ich besser für mich behalten.


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