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 Betreff des Beitrags: Tyr'ohn Jela
BeitragVerfasst: 7. Okt 2009, 19:08 
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Tyr'ohn wuchs auf Ryloth in einer ganz normalen Mittelstandsfamilie auf. Er erfuhr sehr viel Liebe und Annerkennung. Kurz gesagt, ihm ging es gut.
Sein Vater war Jäger und seine Mutter Hausfrau.
Obwohl der Planet mittlerweile eine Kolonie der Sith geworden war, die die Regierung völlig übernommen hatten, konnte sich die Familie Jela nicht beschweren.
Die Sith liessen die Twi'lek in Ruhe und die Twi'lek die Sith. Ein unausgesprochenes Gesetz.
Als Tyr'ohn gerade mal sieben Jahre alt war, nahm ihn sein Vater Do'lar das erste Mal mit auf die Jagt.


„Mach schnell Papa! Wir kommen noch zu spät!“ Tyr'ohn hüpfte ganz aufgeregt vor seinem Vater hin und her.
Do'lar lachte. „Zur Jagt kann man nicht zu spät kommen. Das Wild läuft uns ja nicht weg.“
Er richtete seine Lekku und befestigte den elegant gebogenen Bogen samt Köcher auf den Rücken.
Tyr'ohn warf dem Jagtinstrument einen skeptischen Blick zu.
„Und damit willst du eine Rieseneidechse erledigen?“ Der kleine Junge kniff die Augen zu.
„Damit haben ja unsere Ur-Ahnen gejagt. Wieso nimmst keinen Blaster, wie jeder normale Twi'lek?“
Do'lar tätschelte ihm vergnügt den Kopf. „Das Fleisch schmeckt nicht, wenn es von einem Blaster verschmort wird und ausserdem“ Er machte eine Kunstpause. „und ausserdem ist der Bogen eine uralte Tradition unserer Familie und du solltest ihr Respekt zollen.“
Er warf ihm einen strafenden Blick zu.
Tyr'ohn wollte seinem Vater noch eine spitze Antwort an den Kopf werfen, doch er ahnte, dass ihm bald der Geduldsfaden reissen würde. Stattdessen fragte er ganz brav. „Bekomme ich auch so einen Bogen? Ich möchte schliesslich unsere Familientradition weiterführen.“
Do'lar schwieg einen kurzen Moment und dann antwortete er ernst: „Nein. Du wirst mich nur begleiten, mich beobachten und lernen.“ Tyr'ohn war klar, dass sein Vater nicht mehr auf weitere Fragen reagieren würde.
„Kleiner, verabschiede dich von deiner Mutter. Du wirst sie erst wieder in zwei Tagen sehen.
Achselzuckend gehorchte er und umarmte seine Mutter Numa. Sie strich ihm liebevoll über seine Lekkus. „Pass gut auf dich auf.“ Sie lächelte Tyr'ohn verschmitzt an. „Hier.“ sie packte ein paar in Leinenstoff gewickelte Stücke Gebäck aus ihrer Tasche. „Eigentlich will dein Vater nicht, dass du solche Leckereien isst und deine Zähne kaputt machst. Aber ich weiss doch wie sehr du Honiggebäck liebst.“ Tyr'ohn grinste breit, schnappte sich das Bündel und legte es behutsam in seine Westentasche. „Danke.“ Flüsterte er leise, gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn und rannt zu seinem Vater, der draussen bereits auf ihm wartete.
„Bereit, Sohn?“ Er nickte ganz eifrig.


Es waren bereits dreissig Stunden vergangen und es beging an zu regnen.
Selbst für den Planeten Ryloth war dieser Schauer ungewöhnlich stark.
Völlig durchgenässt und zitternd zog Tyr'ohn seine Knie gegen die Brust und wippte sich hin und her. „Können wir nicht gehen? Wir sind nun schon so lange hier draussen und diese blöde Rieseneidechse hat sich immer noch nicht blicken lassen.“
Er würdigte ihn mit keinem Blick. „Wir werden warten. Über dich in Geduld, Sohn.“
Tyr'ohn kochte vor Wut. Er war wütend auf seinen sturen Vater, wütend auf den hartnäckigen Regen und wütend auf sich selbst, da er sich die ganze Woche um sonst auf den Ausflug gefreut hat.
So hockten die zwei schweigend und grimmig im Gebüsch und warteten.
Tyr'ohn wollte schon aufstehen, als auf einmal Do'lars Hand blitzschnell auf seine Schulter sauste und ihn eisern am Boden festhielt. Mit der anderen Hand bedeutete er ihm, still zu sein.
„Was ist?!“ Do'lars Augen zuckten ganz aufgeregt hin und her und zischte dann: „Sei still! Jemand ist hier. Es ist jedenfalls keine Rieseneidechse.“
Erfreut über die Änderung seiner misslichen Situation spähte er nach allen Seiten aus.
Auf einmal hörte er auch etwas. Es waren Stimmen. Er konnte nicht genau hören was sie sagten, doch es war eindeutig Basic.
Die Stimmen kamen immer näher bis er sie verstehen konnte.
„Meister, wieso müssen wir hier durch die Wälder streifen, währenddessen unsere Bomber doch bereits das Dorf auseinander genommen haben.“
Der so genannte Meister wollte antworten, doch erstarrte im selben Augenblick.
Tyr'ohn biss sich auf die Lippe. Er war auf einen morschen Ast getreten.
Gleichzeitig aktivierten die beiden unbekannten Eindringlinge ihr Laserschwert und wussten anscheinend sogleich wo die beiden Twi'lek sich versteckten. Denn sie rannten sogleich auf das Gebüsch zu.
Do'lar zischte. „Renn! Renn, mein Sohn!“ Er sprang sofort aus dem Gebüsch und zog seinen Bogen blitzschnell auf und schoss.
Gekonnt wehrte der jüngere Mann das Geschoss ab und setzte zum Sprung an.
Do'lar versuchte sich in Sicherheit zu rollen. Der Jedi war zu schnell.
Er durchbohrte dem Twi'lek das Herz und Do'lar blieb regungslos im Matsch liegen.

Tyr'ohn sass nur da. Die Augen weit geöffnet. Er wollte schreien, doch seine Kehle war wie zugeschnürt. Er wollte weinen, doch er konnte nicht.
Alles ging nur noch in Zeitlupe. Er nahm die Welt nicht mehr um sich wahr. Alles war in einem tristen schwarz-weiss getüncht. Er nahm die Worte der, wie er jetzt wusste, zwei Jedi nicht mehr war.
Er sah nur noch seinen geliebten Vater, dessen tote Augen ihn wortlos anstarrten.


Tyr'ohn blieb einen weiteren, ganzen Tag reglos im Gebüsch sitzen und starrte den Leichnam seines Vater an. Er war halb verhungert, doch das störte ihn nicht.
Das Einzigste was er fühlte, war Trauer, tiefe Trauer.


Es war Morgen. Der Junge stapfte den Weg bis zu seinem Dorf zurück. Sein Blick war leer.
Als er die Lichtung erreichte, fand er nicht sein Dorf vor. Es war nur noch eine Ruine. Alle Häuser waren zerstört. Doch Tyr'ohn interessierte das nicht. Er wollte seine Mutter sehen und sich umarmen lassen. Wollte, dass sie ihm ein Liedlein singt, wollte dass sie ihn in den Schlaf wog. Er griff nach dem Honiggebäck in seiner Westentasche.
Truppen der Sith marschierten an ihm vorbei und räumten die Trümmerteile weg und verletzte Einwohner suchten nach ihren Angehörigen.
Niemand bemerkten den kleinen Twi'lek. Als sei er nicht da.
Als er vor seinem Haus ankam, oder wo es jedenfalls einmal gestanden hat, sah er seine Mutter.
Unter den Trümmerteilen begraben, sah er ihr Gesicht. Genau so wie das seines Vaters, starrte es ihn an. Leer, anklagend.
Er stand so eine Weil da. Er rührte sich nicht.
Doch auf einmal übermannten ihn seine Gefühle. Jetzt spürte er keine Trauer. Nein, sie war weg. Er spürte nur noch Hass. Puren, subtilen Hass.
Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Und plötzlich ballte er sie zu Fäusten und stiess einen markerschütternden Schrei aus. Er liess all seine Gefühle in diesen einen Schrei aus. All seine Wut und seinen Zorn.
Alle im Dorf drehten sich erschrocken zu ihm um.
Ein Wind, etwas Unerklärlichen, sammelte sich um ihn. Steine und Brocken erhoben sich zitternd in der Luft. Er sog förmlich alles um ihn an. Und er stand im Mittelpunkt.
Mit einem berstenden Knall stiess sich alles von ihm ab. Eine Druckwelle eilte von ihm aus in alle Himmelsrichtungen weg.
Einen Augenblick später. Stille.
Er sackte auf die Knie und es wurde schwarz um ihn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tyr'ohn Jela
BeitragVerfasst: 7. Okt 2009, 19:20 
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:o Super! Gefällt mir sehr sehr gut Neil! Weiter so, weiter weiter weiter! :D
Da will man gleich selbst sein Char Geschichte schreiben, aber leider weiß ich noch nicht ob es meine Wunsch-Rasse geben wird :(

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ﯿﻡﮩﮩﮩﮩﮯ xIceFirex


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