Aktuelle Zeit: 17. Feb 2020, 15:55

Alle Zeiten sind UTC




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: [Bewerbung - abgelehnt] Dorran
BeitragVerfasst: 6. Nov 2009, 13:50 
Offline
*
*
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 3
Geschlecht: männlich
RL Name: Leo
Nick Name: MrHopkins
RP-Teil:

Menschen sterben. Imperien fallen. Sonnen verglühen. Nur die Macht ist ewig.

Die bittere Ironie dieser Erkenntnis ließ Dorran schmunzeln. Der junge Sith blickte hinab auf dieverstümmelte Form der Leiche die einst sein Meister gewesen war. Meister. Dorran lachte auf. Dieser alte Narr, der so verzweifelt der Vergänglichkeit seines eigenen Lebens hatte entkommen wollen, war ebenso wenig sein Meister gewesen wie die 4 Narren vor ihm. Desillusionierte alte Männer, verstoßen vom Imperium, das ihren Größenwahnsinn erkannte und dagegen vorging, sie verbannte auf tote Planeten, wo sie ihren ebenso toten Illusionen nacheifern konnten.
Alte Männer mit Macht.
Macht, die ein Sith nur durch Überleben erreicht, Überleben im erbarmungslosen Intrigensumpf der Sith-Meister, die bei jeglicher gezeigten Schwäche den ultimativen Preis einforderten. Alte Männer mit Macht. Macht die Dorran ihnen genommen hatte. Mit Gewalt, mit Intrigen, mit Gerissenheit oder mit der eigenen Macht. Macht, die er im noch erbarmungsloseren Dschungel der Sith-Schüler erworben hatte, erworben mithilfe von Durchtriebenheit und vergifteten Dolchen.

Ja, nur die Macht ist ewig. Eine einfache Erkenntnis, einfach und doch so unglaublich komplex. Dorran schloß die Augen, ließ die Macht durch sich fließen, spürte die Kraft, die Versprechungen, spürte die Unendlichkeit seiner Möglichkeiten.
Lächelnd streifte der schwarzgewandte Sith-Krieger seinen Mantel über, blutbefleckt und zerrissen wie er war, doch das störte ihn nicht. Immer noch lächelnd sah er ein letztes Mal auf seinen ehemaligen Meister herunter, ebenso wie auf die zahlreichen toten Lehrlinge um ihn herum, die bei dem Versuch gestorben waren, ihn zu beschützen, nachdem Dorran ihn überraschend angegriffen hatte. Das lähmende Gift, das er vorher in ihr Essen gestreut hatte, hatte ihm die Sache enorm erleichtert.

Dorran drehte sich um und blickte gen Himmel. Es war an der Zeit für ihn, wieder in die kalte, und doch so kochend heiße Umarmung des Imperiums zurück zu kehren. Er hatte von einer neuen, machtvollen Vereinigung in dessen Mitte gehört, den sogenannten Gon'Mar. Er setzte sich in Bewegung.

Denn wo Macht war, da war auch Dorran. Und eins hatte er nun endgültig verstanden: Macht war Ewigkeit - und Ewigkeit hörte sich gar nicht so schlecht an...




Anmerkung: Ich hoffe euch war dieses RP-Häppchen nicht zu kurz oder zu ungenau. Ich bin mir momentan noch nicht vollkommen sicher in welche Richtung sich Dorran entwickeln soll, deshalb habe ich eine eher unspektakuläre kleine Einleitungs-Geschichte für diese Bewerbung gewählt. Sollte sie euch nicht facettenreich genug sein, sagt einfach bescheid, ich werde dann noch etwas genaueres und klareres hinzufügen.




OOC-Teil:

* Welche MMORPGs hast du bisher gespielt ?
Eine Zeit lang habe ich mich mit WoW auseinandergesetzt, ebenso wie mit Guild Wars und, insbesondere, mit Herr der Ringe Online, in welchem ich recht ausdauernd RP-tätig war.

* Konntest du dir während deiner MMO-Zeit Gildenerfahrung aneignen ?
In WoW war ich Mitglied einer recht großen Gilde, weil einer der Gildenführer ein RL-Freund von mir ist,dort habe ich aber keine herausragende Position eingenommen. In GW war ich ebenfalls in einer Gilde aktiv,vor allem im PvP, wobei ich auch dort außer dem Kontakteknüpfen nicht allzuviel zu tun hatte. Lediglich in Herr der Ringe online war ich, wenn ich das so sagen darf, sehr aktiv in meiner Gilde und nahm an so ziemlich jeder großen Veranstaltung teil.

* Welche RP-Erfahrung hast du dir angesammelt ?
In HdRO war ich Teil einer sehr RP-lastigen Gilde, wir hatten viele RP-veranstaltungen und blieben die meiste Zeit in unseren Rollen. Ich habe bis vor einiger Zeit außerdem sehr gerne DSA mit einer kleinen Tischgruppe gespielt, was denke ich auch als RP zählt.

* Warum willst Du ein Mitglied von Gon’mar werden ?
Nun ja, erst einmal hat mir der Vorstellungsthread im swkotor.com-Forum zugesagt hinsichtlich der Aufmachung und der Infos, die ich ihm entnehmen konnte. Die Geschichte der von der Republic enttäuschten und verbitterten Sith sagt mir sehr zu, und auch die Tatsache dass PvP in der Gilde ein Thema sein wirdhat mich auf sie aufmerksam gemacht (Als ob ich es mir entgehen lassen würde ein paar von diesen wandelnden Heiligenscheinen in den Allerwertesten zu treten)

* Wie oft bist du ca. online ?
Ich denke ich kann es managen, fast täglich online zu sein, Nachmittags oder Abends, wobei es natürlich immermit "Terminen" vereinbart werden muss, ich spiele Volleyball in einem Verein und bin noch in der Schule, die ich ebenso wenig vorhabe zu vernachlässigen wie meine Freunde, schon gar nicht für ein Spiel. Ich denke aber ich werde ein zufriedenstellendes Pensum aufweisen können^^

* Wen aus unserer Gilde hast du schon kennengelernt ?
Leider noch niemanden, ich hoffe aber dass sich das bald ändern wird.

* Wie heißt du (in RL) ?
Mein Name ist Leo (Kurzform von Leonhard, aber bitte, bitte nennt mich nicht so xD)

* Wie alt bist du ?
Ich bin zarte 16 Lenze alt (zu meiner Verteidigung: Wenn das Spiel rauskommt werde ich 17 sein^^)

* Wo wohnst du ? (alternativ)
Ich wohne in einer Kleinstadt nahe Köln, recht ländlich gelegen, aber die I-net Verbindung ist top^^

* Was machst du beruflich ? (alternativ)
Momentan gehe ich noch zur Schule, besuche die 11. Klasse und habe vor nach Abschluss zu studieren. Mal sehen, was sich dann so beruflich ergibt.

* Was du uns sonst noch erzählen möchtest:
Vielleicht noch, ganz klassisch für eine Vorstellung, ein wenig zu meinen Hobbys: Ich spiele Volleyball in einem Verein (leider nicht besonders erfolgreich xD), spiele gerne und ausdauernd Computerspiele (die KotoR-Spiele habe ich verschlungen, wie es sich für jeden künftigen toR-Spieler gehört) und lese für mein Leben gern, vor allem Science Fiction, Fantasy und diverse Krimis. Ich höre ebenso gerne Musik, überwiegend Rock, aber hin und wieder auch eine bunte Mischung von allen möglichen Interpreten. Die regelmäßigen Treffen mit der "Clique" gehören auch zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, auch wenn es in meinem Städtchen eher wenig zu tun gibt.


So, das war's dann erstmal von mir, ich bin gespannt auf eure Antwort und hoffe, mich bald ein Mitglied der Gon'Mar nennen zu dürfen.
Im Forum habe ich mich schon angemeldet, warte aber noch auf eine Aktivierung - meine Bewerbung habe ich trotzdem schonmal gepostet.

Möge die dunkle Seite der Macht mit euch sein.


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten 
 Betreff des Beitrags: Re: Bewerbung [Dorran]
BeitragVerfasst: 6. Nov 2009, 15:43 
Offline
*****
*****
Benutzeravatar

Registriert: 09.2009
Beiträge: 299
Wohnort: Bern (CH)
Geschlecht: männlich
RL Name: Neil
Hallo Leo

Erstmal danke für deine Bewerbung. Wir werden über deine Bewerbung beraten und dich höchstwahrscheinlich zu einem "Voice-Gespräch" einladen.

Du wirst von uns hören. Ach ja, hast du zufälliger Weise eine ICQ-Adresse?



Gruss, Neil

_________________
Bild


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten 
 Betreff des Beitrags: Re: Bewerbung [Dorran]
BeitragVerfasst: 6. Nov 2009, 16:12 
Benutzeravatar
Hallo Neil

Habe mir gerade einen ICQ-Account unter der Nummer 590544697 eröffnet.

Zu dem Voice-Gespräch: Momentan fehlt mir leider die Möglichkeit dazu, mir ist nämlich vor einigen Tagen ein kleines Missgeschick bei einer LAN passiert, das Resultat: Das Headset ist schrottreif...

Ich denke aber dass ich im Laufe der nächsten Woche von jemandem provisorisch ein Headset leihen kann, bis ich mir wieder eines gekauft habe.

Gruß,
Leo


Diesen Beitrag melden
Nach oben
  
Mit Zitat antworten 
 Betreff des Beitrags: Re: Bewerbung [Dorran]
BeitragVerfasst: 9. Nov 2009, 16:52 
Offline
Gast
Benutzeravatar

Registriert: 09.2009
Beiträge: 128
Wohnort: Bavaria
Geschlecht: männlich
Highscores: 1
RL Name: Michael
Nick Name: Vampi
Hi Leo,

willkommen im Forum von Gon'mar

du bist atm als Bewerber eingestuft und der Rat des Ordens wird deine aktivität beobachten und beurteilen. Später werden wir dann entscheiden ob du in den Orden aufgenommen wirst. Hab Spass und wir hören / lesen uns ;)

_________________
Bild


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten 
 Betreff des Beitrags: Re: [Bewerbung] Dorran
BeitragVerfasst: 10. Nov 2009, 16:40 
Offline
*
*
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 3
Geschlecht: männlich
RL Name: Leo
Nick Name: MrHopkins
Tag auch^^
Ich wollte nur mal eure Meinung zu einem möglichen Charakterplot Dorrans hören, den ich mir zusammengeschreibselt habe. Bin mir nämlich immer noch nicht sicher wie ich den Char entwickeln möchte. Wäre auch toll wenn ihr mir ein paar Tipps für das Schreiben von Kampfsszenen geben könntet, das war auch in HdRO mein Schwachpunkt -.-


Part 1
Es war so einfach. So schrecklich einfach.
Ein schneller Stoß mit dem Dolch. Metall, dass mit einem leisen Schmatzen in weiches Fleisch getrieben wurde. Ein kurzes aufstöhnen des Twi'lek, gelbliche Augen in denen das Erstaunen geschrieben stand, der sanfte Aufschlag des schlanken Körpers auf den Boden.
So unerträglich einfach.
Der Tod, verstand Dorran sogleich, war keineswegs etwas mystisches, oder gar erhabenes. Kein Höllentor öffnete sich über ihm, kein Blitz schlug ein, nicht einmal die Stimme seines Gewissens meldete sich zu Wort.
Abwesenheit von Leben, dachte Dorran, als er auf den nun leblosen Körper seines Angreifers starrte, den blutigen Dolch noch immer in den zitternden Händen, Abwesenheit von Leben, so einfach ließ sich das große Mysterium Tod erklären.
Ein lächeln stahl sich auf Dorrans Lippen, dass sogleich zu einem Schmunzeln anwuchs und schließlich in lautem Gelächter endete.
Dorran lachte, lachte wie er noch nie gelacht hatte.
Es war so einfach.
Dorrans Lachen erstarb, auch seine Hände hörten auf zu Zittern. Ruhig kniete der Straßenjunge neben der Leiche, wischte mit deren Klamotten seinen Dolch ab, schob ihn zurück in die Scheide und fing an den toten Körper zu durchsuchen. Einige Credits und ein alten Blaster war alles was er an nützlichen Gegenständen finden konnte.
Er stand auf und sah ein weiteres Mal auf den Twi'lek herab, der versucht hatte ihn auszurauben. Nun, vielleicht wollte er ihn auch versklaven, oder vielleicht wollte der Kerl auch seine verdrehten Gelüste befriedigen, Dorran wusste es nicht. Und es war ihm egal.
Dies war das erste Mal dass Dorran getötet hatte, dass erste Mal dass Dorran es war, der den Lebensfunken eines anderen auslöschte, den Tod brutal an die Stelle des Lebens erhob. Doch Dorran wusste, dass dies keineswegs das letzte Mal sein würde, spürte dass er noch viele weitere Male die plötzliche und faszinierende Abwesenheit des Lebens würde bestaunen dürfen.
Das schmutzige Gesicht des Jungen verzog sich zu einem breiten Grinsen.
Denn es war ja so einfach!

Part 2
Ein dunkelroter Faden zog sich vor Dorran her, ein Faden dem Dorran folgte, dem er folgen musste. Flüstern erklang in seinem Kopf wie schon seit Tagen, geflüsterte Versprechungen von Macht, von Stärke, von Verlockungen jenseits dessen was der Verstand des Jungen verarbeiten konnte.
Starren Schrittes stakste er weiter vorwärts, dem Faden entlang, das Flüstern aufsaugend wie ein hungriger Säugling die Muttermilch. Er spürte nun, dass er seinem Ziel näher kam, spürte das Flüstern sich verstärken, der Sog des Fadens schien an ihm zu zerren wie tausende kleiner Hände, die seine Seele packten.
Sein Schritt verlangsamte sich bis er stehen blieb. Das Flüstern hatte sich mittlerweile zu einem beinahe ekstasischen Kreischen gesteigert.
Dorran hob langsam den Kopf. Er stand auf einem weiten Platz in der Stadtmitte, Marktstände waren aufgebaut worden, graue, verschwommene Gesichter priesen ihre Waren an, auch wenn die Natur dieser Anpreisung Dorran verwehrt blieb, das Kreischen übertönte mittlerweile alles andere.
In der Mitte des Platzes hatte sich eine Gruppe Männer in schweren Rüstungen mit Blastergewehren aufgestellt, doch nicht sie waren es die den Blick des Jungen einfingen. Denn bei der Soldatengruppe stand eine einzelne Person, die im Moment jedoch Dorrans gesamtes Blickfeld einnahm. Während die Soldaten nämlich graue, verschwommene Gestalten waren wie all die anderen auch, war diese Person weder verschwommen noch grau.
Sie war schwarz. Schwarz wie die Nacht.
Die Gestalt in dem schwarzen Kapuzenmantel umgab eine Aura der Kraft wie es der Junge noch nie zuvor erlebt hatte - stark, machtvoll, dominant.
Doch was Dorran noch ungleich mehr erstaunte waren die zahlreichen dunkelroten Fäden die um die Gestalt tanzten, sie umgaben und liebkosten, als wären sie genauso entzückt über die Kraft der Gestalt wie Dorran.
Er trat einen widerwilligen Schritt vorwärts, dann noch einen. Dies geschah ohne sein zutun, der Faden schien an ihm zu zerren. Einen wackeligen Schritt nach dem anderen machte der Straßenjunge vor den anderen, während langsam Panik in ihm aufwallte. Sosehr er auch von der Kapuzengestalt fasziniert war, so schrie auch jede Faser seines Wesens "Gefahr", wenn er sie auch nur ansah. Er versuchte sich gegen den Sog zu wehren, konnte es jedoch nicht und ging immer schneller in Richtung der Soldatengruppe.
Einer der Soldaten bemerkte sein Näherkommen und sprach ihn an:"Hey du, was wird das? Verschwinde!"
Doch Dorran konnte nicht, ging immer schneller, nun fast schon im Laufschritt. Der Soldat machte Anstalten ihn aufzuhalten, doch Dorran wich ihm aus und ging weiter, bis er abrupt stehen blieb.
Sein Herz pochte laut in seiner Brust, fast schien es als würde es durch seine Rippen brechen wollen, hinaus und in die Freiheit. Sein Kopf dröhnte, er hörte das Blut in seinen Ohren rauschen, das Kreischen hatte sich zu einer Kakophonie der Schreie erhoben, wild und blutdürstig.
Dorran zwang sich, entgegen jeglicher Instinkte, seinen Kopf zu heben, langsam, Zentimeter für Zentimeter, mit geschlossenen Augen. Er schlug sie auf.
Vor ihm stand die schwarzgewandte Gestalt, kalte graue Augen blitzten aus dem Schatten der Kapuze hervor und musterten Dorran. Er wollte weglaufen, einfach nur weglaufen und sich in irgendeinem Loch verstecken, doch stattdessen öffnete er den Mund, Worte formten sich, Worte die aus seinem tiefsten Inneren zu kommen schienen, die sein größtes Verlangen wiederspiegelten: "Gib mir Kraft",verlange er, die Stimme rau und brüchig.
Der Robenträger blickte ihm einen Moment ihn die Augen, schien etwas in ihnen zu suchen, dann bahnte sich ein tiefes, rasselndes Lachen aus den tiefen der Kapuze, die Schultern der Gestalt bebten.
"Ich wusste der Besuch auf diesem Planeten würde keine Enttäuschung sein", hörte Dorran die reibeiserne Stimme des Sith. Des Sith, denn um nichts anderes konnte es sich bei ihm handeln.
Irgendetwas griff nach Dorran, gestaltlos und doch mächtig, floß in ihn hinein, durchströmte ihn, weckte etwas in ihm.
Der Herzschlag des jungen beruhigte sich, Dorran lauschte in sich hinein. Auch die Flüsterstimmen waren verschwunden, ebenso wie der rote Faden.
"Komm mit", befahl der Sith, drehte sich um und ging los. Dorran zögerte einen Moment, dann lief er ihm hinterher.
Hätte Dorran in diesem Moment aufgepasst, wäre ihm sicher aufgefallen, wie in der grauen Welt um ihn langsam die Farbe zunahm und die Gesichter der Leute an Konturen gewannen.
doch das entging ihm, als er dem Mann in den schwarzen Roben hinterherrann.


Part 3

Blasterschüsse, Schreie, Rauch, Chaos, Tod.
Dorran Khaar schloss die Augen, ließ die Eindrücke der Schlacht auf sich wirken.
Er spürte die Lebenslichter hunderter verlöschen, wie Insekten im Angesicht des Kammerjägers. Spürte den hass und das Leid, die Angst und den Wahnsinn. Wahrlich, die Dunkle Seite war stark an einem Ort wie diesem. Keine 20 Meter von ihm entfernt explodierte ein republikanischer Panzer, die umherfliegenden Teile schnitten wie Schrapnell in umstehende Soldaten beider Seiten. Der junge Sith öffnete seine Augen, er hatte ein Ziel gefunden. Er konzentrierte die Macht in seine Beine, ließ die übernatürliche Energie seine Muskeln mit unglaublicher Kraft aufpumpen. Er stieß sich mit einem Kampfschrei von der erhöten Position des zerstörten Raumschiff-Wracks ab und katapultierte sich in die Luft. Einen Moment lang, am Höhepunkt seines Fluges, schien er fast schwerelos, dann übernahm die Schwerkraft wieder, und er schoss, einem Racheengel aus alten Erzählungen gleich, herab.
Die republikanischen Soldaten hatten keine Chance zu reagieren, als plötzlich ein schwarzer Schatten in ihrer Mitte landete, den Boden aufbrechend, wobei zahlriche Soldaten in nächster Nähe durch die Druckwelle von den Füßen gerissen wurden.
Dorrans Lichtschwert trat summend in Aktion, die rote Klinge leuchtete unheilverkündend vor dem Hintergrund der Schlacht.
Dann begann er.
Den ihm nächsten Soldaten, der sich gerade halb wieder aufgerichtet hatte, streckte Dorran mit einem blitzschnellen Hieb zum Kopf nieder, doch eher dieser den Boden auch nur berührte, war der Sith-Schüler schon an seinem nächsten Gegner, der panisch versuchte seinen Blaster hochzureissen. Die rote Laserklinge drang surrend durch die gepanzerte Brust des Mannes, ein Röcheln klang gedämpft durch den Helm. Dorran packte den nun leblosen Körper mit der Macht und schleuderte ihn gegen die restlichen Republik-Soldaten, lenkte sie für den Bruchteil einer Sekunde ab.
Mehr brauchte er nicht, einen Moment später war er schon mitten unter ihnen - und begann seinen tödlichen Tanz.
Leichtfüßig glitt er zwischen ihnen hindurch, sein Lichtschwert zuckte umher wie eine leuchtend rote Schlange. Verzweifelt abgefeuerte Blasterschüsse der Soldaten trafen allesamt ins Leere oder wurden fast beiläufig abgewehrt. Er bewegte sich zwischen den Soldaten, hieb hierhin und dorthin, grazil und brutal zugleich.
Dann Stille.
So schnell wie es begann, endete es. Dorran hob den Blick, in seinen Augen tanzte ein wildes Feuer. Um ihn herum lagen die Leichen der erschlagenen Soldaten, allesamt mit einer Mischung aus purer Angst und Entsetzen in den erstarrten Gesichtern. Die Luft war erfüllt vom Geruch nach verschmortem Fleisch.
Verächtlich spuckte der Sith auf eine ihm nahe Leiche aus. "Erbärmlicher Abschaum", spie er verächtlich und wandte sich um, auf die noch immer heiß tobende Schlacht starrend. Gerade wollte er sich auf die Suche nach seinen nächsten Opfern machen, als er ruckartig innehielt, die Augen geweitet. Deutlich hatte er es gespürt, ein Erzittern des Gefüges der Macht. Er wandte den Kopf, suchte das Schlachtfeld mit den Augen ab.
Dann sah er ihn. Eine entfernte Gestalt, gehüllt in schlichte braune Roben, ein blaues Lichtschwert inmitten der Sith-Soldaten schwingend. "Ein Jedi!", durchfuhr es Dorran. "Und noch dazu ein Jedi-Ritter!". Fieberhaft dachte Dorran nach. Gegen einen Padawan hätte Dorran eine reale Chance gehabt, auch wenn seine Ausbildung noch in den Kinderschuhen steckte, aber ein Jedi-Ritter? Nein, Dorran verachtete die Jedi, aber darum war er längst nicht dumm genug sich nicht einzugestehen, dass ein voll ausgebildeter Jedi-Ritter, noch dazu ein so machtvoller, mit ihm den Boden aufwischen würde.
Aber was machte ein Jedi-Ritter auf diesem Planeten? Dorrans Meister hatte ihm versichert, dass dies eine einfache Mission sein würde, die simple Invasion eines ziemlich unwichtigen Randplaneten eines noch unwichtigeren Randsystems der Republik, weit weg von jeglichen Jedi-Stützpunkten. Was machte also ein Jedi hier?
Der Gedankengang des Sith wurde unterbrochen, als er ein kurzes Aufflackern im Machtgefüge wahrnahm, gefolgt von einem Schatten, den er im letzten Moment aus den Augenwinkeln bemerkte. Seine Reflexe retteten Dorran, als sein Lichtschwert surrend gegen das blaue des Jedi prallte.
Kaum dass Dorran begriffen hatte was vor sich ging, setzte der Jedi auch schon nach, drängt Dorran mit blitzschnellen Schlägen zurück. Angst flackerte in Dorran auf, er konnte die Angriffe des erfahrenen Jedi kaum abwehren, geschweige denn eine Gegeinitiative einleiten. Er musste sich Raum verschaffen. Mit einem Aufschrei setzte der junge Sith-Krieger eine Welle der Macht frei, die den Jedi erfasste und einige Meter durch die Luft schleuderte. Doch anstatt dass der Jedi hart auf den Boden prallen würde, machte er einen eleganten Salto in der Luft und landete sicher auf den Füßen.
Der Jedi-Ritter, erkannte Dorran, war ein Mensch mittleren Alters mit blonden Haaren. Sein Gesicht war grob, aber ebenmäßig, blaue Augen blitzten ihn an. Er strahlte eine überirdische Gelassenheit aus und schien, wie die meisten starken Jedi, von innen heraus zu leuchten. Dorran hätte sich am liebsten übergeben, als er diesen wandelnden Heiligenschein anstarrte, die Pose so lässig wie möglich, selbstsicher grinsend. "Bloß keine Schwäche zeigen", ermahnte er sich selbst. "Ein Jedi, was? Nun, das ist doch mal eine Überraschung, ich hatte schon begonnen mich einsam zu fühlen, so ganz ohne Ordensbrüder die ich in ihrem eigenen Blut etränken könnte", begann er, das Gesicht zu einem provozierenden Grinsen verzogen, ganz so wie es ihm sein Meister gezeigt hatte. Er musste den Jedi soweit wütend machen, dass er diesen Zustand im Kampf nutzen konnte, ansonsten hatte er keine Chance.
"Oder seid ihr etwa hier, weil euch diese kleine Invasion stört?", fuhr er in gespieltem Erstaunen fort, der Tonfall als würde er über das Wetter plaudern "Das ist doch kein Grund gleich persönlich hier aufzukreuzen, die paar Millionen Unschuldiger toter Zivilisten haben wir im Nu wieder drin", er grinste abermals, sah dem Jedi-Ritter in die Augen. Was er sah gefiel ihm ganz und gar nicht. Der Jedi war nicht auf seine Provokationen eingegangen, er strahlte weiterhin Gelassenheit aus, doch seine Augen verrieten Entschlossenheit, aber auch Trauer. "Dein Weg endet hier, Diener der Dunklen Seite", sagte er ruhig, die Stimme klar, als er auf Dorran zugestürmt kam. Hatte Dorran sich geirrt, stand er hier vielleicht einem Meister gegenüber? "Verdammt", stieß er zwischen den Zähnen hervor und nahm seine Kampfstellung ein. Egal, Meister, Ritter, oder Padawan, er würde es dem Jedi nicht leicht machen. Kurz bevor der ihn erreichte, vollführte Dorran eine blitschnelle Drehung und ging dabei in die Hocke. Sein Lichtschwert surrte zur Seite des Jedi, doch dieser wehrte den Hieb ab und drehte sich in Position. Dorran attackierte erneut, sein Lichtschwert verschwamm ob der Schnelligkeit der Attacken. Er nutzte alle Tricks und Finten die er gelernt hatte, deckte den Jedi in ein Netz von Hieben und Stichen ein, jede seine Bewegungen perfekt auf die nächste angepasst. Doch kein einziger Schlag erreichte sein Ziel, der Jedi-Ritter wehrte seine Angriffe mit Leichtigkeit ab. Dorrans Meister hatte ihm einst gesagt, dass er selten einen Schüler von so außerordentlichem Talent für den Kampf mit dem Lichtschwert unterrichtet hatte wie Dorran, doch dies verblasste im Angesicht des Könnens des Jedi-Ritters. Dieser schien allmählich der Angriffe Dorrans überdrüssig zu sein und ging seinerseits in die Offensive. Er wehrte einen zum Kopf gezielten Hieb des Sith ab, schnellte vor, duckte sich leicht und schlug ihm mit Wucht die Faust in die Magengrube. Dorran wurde durch den machtverstärkten Schlag zurückgeschleudert, kam jedoch nach Luft japsend auf den Beinen auf. Kaum hatte er ein paar Züge geholt, da setzte der Jedi schon mit einer Serie von Angriffen nach, die Dorran alle nur knapp abwehren konnte. Einen Moment schien es, als würde Dorran den Jedi zurückdrängen, dann traf ihn ein Tritt gegen seine Kniescheibe, er hörte Knochen knacken und ging zischend in die Knie, weiterhin die Schläge des Jedi abwehrend. Mit einem Aufschrei entlud der Sith-Krieger eine konzentrierte Ladung Macht gegen seinen Gegner, der, trotz seines schnell aufgezogenen Machtschildes, einige Meter zurückgeschleudert wurde. Mehr Zeit brauchte Dorran nicht. Die brennenden Kopfschmerzen von dem, für einen Sith-Schüler, großen Machtverbrauch ignorierend, griff er abermals im Geist nach der allumfassenden Kraft, packte ein ihm nahes Bruchstück der Oberfläche eines Panzers und beförderte das schwere, kantige Metallstück in Richtung des Jedi, der schon im Begriff war erneut auf Dorran zuzustürmen.
Dorrans Hoffnungen zerstörten sich jedoch, als er das Wrackteil mit einer beiläufigen Machtkonzentration von seinem Kurs abweichen ließ, wo es in den Boden krachte.
Was nun? Dorrans Knie war verletzt, vielleicht sogar gebrochen, die heftigen Kopfschmerzen und die generelle Überlegenheit seines Gegners ließen nur einen Schluss zu: Das war's dann wohl.
Nein!
Er war Dorran Khaar, verdammt, und er würde ganz sicher nicht hier im Nirgendwo sterben, niedergestreckt von einem dieser verdammten Jedi. Wut und Hass kochte in ihm auf wie er es noch nie erlebt hatte. Dieser dreckige Jedi wagte es sich mit Dorran Khaar anzulegen, dafür würde er bezahlen.
Vor Wut brüllend bäumte sich Dorran auf, streckte die Hand aus und ließ sich von all dem Hass und der Wut seiner Seele durchströmen.
Ein einzelner, blau leuchtender Blitzarm löste sich von seinen Fingerspitzen und raste auf den Jedi zu. Dieser blieb ruckartig stehen, ein Ausdruck der Überraschung zog sich über das Gesicht des bis ebenhin noch vollkommen ruhigen Mannes.
Hastig hob er sein Lichtschwert zur Verteidigung. Gerade noch rechtzeitig, denn schon krachte der Machtblitz gegen die leuchtende Klinge.
Dorrans Kopf schien kurz vor dem bersten, die Schmerzen waren nahezu unerträglich, doch er hielt den Angriff aufrecht. Trotz all dem Hass, der seine Sinne zu benebeln schien, machte sich auch mildes Erstaunen in Dorran bemerkbar. Ohne Zweifel, die Attacke die er gerade verwendete war ein Machtblitz. Ein bemerkenswert schwacher zwar, er manifestierte sich nur in einem einzigen Arm, aber nichtsdestotrotz ein Angriff, den sonst nur hochrangige Sith-Krieger und Meister in der Lage waren anzuwenden.
Dorrans Erstaunen verwandelte sich in jähes Entsetzen, als er bemerkte wie der Blitz an Kraft verlor und schließlich ganz abbrach. Der junge Sith sank erneut auf den Boden, alle Kraft schien seinen Körper zu verlassen, die Schmerzen fraßen sich wie glühende Eisendrähte in seinen Kopf, sein Knie, dessen war er nun sicher, war gebrochen und brannte wie Feuer.
Er hob den Kopf, der Blick verschwommen. Sein Tod kam auf ihn zu, langsam, gemessenen Schrittes, das summende Lichtschwert ruhig in der Hand.
Dorran hatte keine Angst. Er war ein Sith, ein Jünger der Dunkelheit. Sein Ende war vielleicht gekommen, aber er würde dem Jedi nicht die Genugtuung verschaffen, vor ihm zu Winseln wie ein Hund.
Den Kopf aufrecht wartete er auf seinen Henker. Dann geschah das Unerwartete.
Direkt über sich gewahr Dorran einen großen Schatten, und gleich darauf landete etwas direkt neben ihm. Dorran konnte es spüren, die unglaubliche Kraft, die Bosheit, den Wahnsinn.
Sein Meister war gekommen.
Dorran wandte seinen Kopf, "Meister...", begann er, wurde jedoch von einem heftigen Rückhandhieb seines Lehrers unterbrochen. "Schweig!", zischte er, die beeindruckende Gestalt verhüllt durch schwarze Roben und einen schwarzen Kapuzenmantel, das Gesicht, bis auf die grauen Augen, komplett verhüllt durch Schatten, "Du hast Glück dass ich dich nicht auf der Stelle töte dafür, dass du versagt hast!". Dorran schluckte, Blut rann aus seiner Nase, "Natürlich Meister, vergebt mir", innerlich tobte er, tröstete sich jedoch mit dem Gedanken, dass er eines Tages derjenige sein würde, der seinen Meister tötete und dessen Titel einstrich.
Der schwarzgewandte Sith-Meister wandte sich nun dem Jedi-Ritter zu. "Hehe, was haben wir denn hier feines? Einen kleinen Jedi, der denkt, er könnte einfach so meine Eroberung vereiteln und auch noch damit davonkommen", die Luft um den Meister schien vor aufgeladener Energie zu flimmern. "Das anzunehmen war ein Fehler, mein Freund, ein großer Fehler..."
Mehr bekam Dorran Khaar nicht mit, als ihn die Erschöpfung und die Schmerzen übermannten, und er in die Schwärze eines traumlosen Schlafes glitt.

So, was denkt ihr, zu viel Pathos?^^
Ist etwas mehr geworden als ursprünglich gedacht, musste zusehen dass ich im dritten Teil nicht noch mehr schreibe, dass hätte die ganze story glaube ich zu sehr gedehnt. Hmm, manchmal ist weniger wohl wirklich mehr.


Gruß,
Leo


Zuletzt geändert von Dorran am 11. Nov 2009, 18:44, insgesamt 4-mal geändert.

Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten 
 Betreff des Beitrags: Re: [Bewerbung] Dorran
BeitragVerfasst: 11. Nov 2009, 17:39 
Offline
Gast
Benutzeravatar

Registriert: 09.2009
Beiträge: 130
Wohnort: München
Geschlecht: männlich
RL Name: Pascal
Nick Name: xIceFirex
Das gefällt mir wirklich ausgesprochen gut!:)

Wenn Neil dann mit dir das Gespräch geführt hat (was nicht heißen soll dass ich dich nicht auch ma anquatsch :twisted: :P ), werden wir intern eine kleine Abstimmung halten und dich dann über das Ergebnis informieren ;)
Aber bisher: gefällt mir das sehr gut!:)

lg

_________________
ﯿﻡﮩﮩﮩﮩﮯ xIceFirex


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil Besuche Website  
Mit Zitat antworten 
 Betreff des Beitrags: Re: [Bewerbung] Dorran
BeitragVerfasst: 28. Nov 2009, 13:24 
Offline
*
*
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 3
Geschlecht: männlich
RL Name: Leo
Nick Name: MrHopkins
Soho, Part 4 hab ich jetzt fertig.
Und mit Part 4 endet auch mein kleines Experiment "Einfach drauf los schreiben und hoffen es kommt was gutes dabei raus" xD
Das endet in diesem Fall nämlich in einer Sackgasse^^
Werd's zukünftig also machen wie vorher auch schon - Einen detaillierten Plan für den plot erstellen mit Charakteren und allem drum und dran und erst dann mit dem Schreiben anfangen. Instinktives Geschreibsel führt bei mir zu nix.
Ach ja, die ganzen eckigen Klammern im Text bitte ignorieren, die hab ich für mich selbst gesetzt um problematische/verbesserungswürdige Stellen zu markieren und bin jetzt zu faul die alle rauszutun xD


Part 4
Sith-Soldaten zeichneten sich durch eine Reihe bemerkenswerter Eigenschaften aus. Ohne Zweifel waren sie [ruchlose], disziplinierte und furchtlose Krieger.
Nun ja, furchtlos bis zu einem gewissen Maß. Sicher, sie waren einiges Gewöhnt - harte, manchmal gar aussichtslose Schlachten, blutige Gemetzel und wild kämpfende Jedi. Das konnten sie alles verkraften, schüttelten es ab wie die professionellen Soldaten die sie waren.
[Doch es gab tatsächlich etwas, das selbst diese gestählten Kerle nervös werden ließ.
Ein wütender Sith.]
Dorran Khaar war wütend.
Gerade durchquerte er die Halle der Kaserne, das Gesicht [eine Maske der Wut], die Augen hin und her zucken. Energischen Schrittes steuerte er die gegenüberliegende Seite der Kaserne an, Sith-Trooper wichen ihm aus dem Weg, den Blick abgewandt, wohlwissend das jegliche Form von Aufmerksamkeit ihnen den Kopf kosten könnte. Dummerweise schien einer der Trooper, ein junger mann frisch aus der Akademie, sich dessen nicht im Klaren zu sein.
Nach einem zackigen [Salut] sprach er den schlecht gelaunten Sith-Schüler an, "Lord...", begann er, wurde jedoch von den zwischen den Zähnen herausgestoßenen Worten Dorrans unterbrochen, "Aus dem Weg"!, schnappte er und machte Anstalten, sich an dem Trooper vorbei zu drängen. [Dieser versperrte dem Sith jedoch wieder den Weg und setzte erneut an, "Mein herr, ich wollte euch darüber informieren, dass..."], die Worte endeten abrupt, als Dorrans Faust mit verheerender Wucht mitten in das Gesicht des Troopers krachte.
Der Soldat wurde von den Füßen gehoben und prallte hart mit dem Rücken auf den Steinboden der Kaserne.
Kaum dass er realisiert hatte was gerade geschehen war und seine Schmerzrezeptoren den Betrieb wieder aufnehmen konnten, spürte er plötzlich eine unbarmherzige Kraft um seine Kehle, diese zudrückte und ihn hochriss, röchelnd, die Beine hilflos unter ihm baumelnd. Vor dem Trooper stand, die hand krallenartig [geformt], das Gesicht in Zorn verzerrt, Dorran "Sprecht mich noch einmal an und ich zerquetsche euch wie ein Insekt", grollte er, während der junge Soldat verzweifelt nach der unsichtbaren Kraft um seinen Hals griff. Mit einem Mal ließ der Druck nach und er prallte wieder auf den Boden. Die Augen weit aufgerissen, die Nase blutend versuchte er rückwärts von dem Sith wegzukriechen, [stand taumelnd auf und rannte davon.]
[Dorran blieb noch einen moment stehen, sah sich um, suchte nach weiteren Narren die ihm auf die Nerven gehen wollten.
Erwartungsgemäß gab es niemanden, die Trooper schienen plötzlich alle ungemein beschäftigt, wichen seinem Blick aus.]
Grimmig setzte der Sith seinen Weg fort. Seine meine verdüsterte sich noch weiter als er erneut an die Strafe dachte, die er von seinem Meister erhalten hatte, nachdem er den Kampf gegen den Jedi auf jenem Randplaneten verloren hatte.
Das Wort Schmerz hatte eine ganz neue Bedeutung für Dorran erlangt.
Dabei hatte er keine Chance gehabt den weitaus stärkeren Jedi zu besiegen. Doch das war natürlich keine Entschuldigung für die Niederlage. Dorran war ein Sith-Krieger. Das Wort Niederlage sollte gar nicht in seinem Wortschatz enthalten sein. Der Sieg - der Tod seines Gegners - wurde erwartet, alles andere war unaktzeptabel.
Selbst wenn der ganze verdammte Jedi-Rat von Coruscant ihn herausgefordert hätte wäre der Sieg die einzige Option.
Frustriert hieb Dorran mit der nackten Faust gegen die ihm nahe Wand. Der machtverstärkte Schlag hinterließ ein Netz feiner Risse im Gestein, in der Mitte der Abdruck seiner Faust.
Verdammt, verdammt, verdammt!
Immer wieder krachte seine Faust gegen die Wand, jeder Schlag steigerte seine Wut und Frustration weiter, bis er wild aufschrie - Macht peitschte wild um ihn herum, zog Furchen durch den Steinboden und die Wand.
"Hey, hey, ganz ruhig Brauner, hast du etwa vor hier alles einstürzen zu lassen?", ertönte eine Stimme hinter Dorran. Der Machtausbruch erstarb und Dorran drehte sich langsam um, nun mehr genervt als wütend. "Was willst du Arym?", fragte er missmutig. "Wass willst du? ist das etwa die Art und Weise einen alten Freund zu begrüßen? Ich bin schockiert und zutiefst verletzt", antwortete Arym gespielt verletzt.
Arym war damals, etwa zur selben Zeit wie auch Dorran, von einem Sith-Meister entdeckt und als Schüler aufgenommen worden. Die beiden Sith-Schüler hatten im Laufe der zeit eine eigenartiege "Freundschaft" entwickelt. Natürlich unterschied sich eine Freundschaft zwischen zwei Sith grundsätzlich von der zwischen beispielsweise zwei jedi. Vertrauen war Schwäche.
[Doch selbst den Sith waren die Vorteile Verbündete zu haben, ihre Kräfte zusammenzuschließen, nicht fremd. Ja, Verbündete, das war ein Begriff der das Verhältnis von dorran und Arym gut umschrieb. Natürlich schloss dies keineswegs irgendeine Art von Vertrauen ein, sie waren schließlich Sith und hatten einen Ruf zu verlieren.]
Dorran musterte den jungen Krieger vor sich. Arym war ein Mensch Anfang 20. Er war etwas kleiner als Dorran und ungleich schmaler, doch die Art wie er sich [hielt] und der Fluss seiner Bewegungen machten es offensichtlich, dass Arym den Nahkampf seiner Statur zum Trotz bevorzugte, was auch ihre zahlreichen Übungskämpfe bestätigten.
Grüne Augen blitzten Dorran auß einem schmalen, blassen Gesicht amüsiert an. Die dunkelblonden Haare trug der Sith in einem kurzen Pferdeschwanz. Genau wie Dorran war Arym in die schwarze Kampfrobe eines Sith-Schülers gehüllt.
["Wo wir doch so viel zusammen durchgemacht haben, da dachte ich wirklich das Band zwischen uns beiden wäre stärker"], fuhr er seine gespielt verletzte Rede fort, wobei er sich noch mehr ins Zeug legte. Dorran schnaubte bloß und wiederholte seine Frage, "Was willst du verdammt, ich bin heute nicht zu Spielchen aufgelegt". Arym grinste nur "Das kann ich mir vorstellen, hab gehört ein Jedi hat ganz schön mit dir den Boden aufgewischt", sein Grinsen wuchs weiter "außerdem geht das Gerücht um dein Meister musste deinen Hintern vor dem großen bösen Jedi retten".
Innerlich schäumte Dorran vor Wut, äußerlich jedoch bewahrte er die Fassung ging nicht auf die Provokationen des anderen Sith ein. "Pah, ich hatte den Kerl schon fast als mein Meister dazwischengefunkt hat", log Dorran "Dieser Jedi-Abschaum hatte doch keine Chance!".
"Keine chance gegen deinen Meister vielleicht", sagte Arym lachend, "Wenn du gegen mich den Kürzeren ziehst würde die ein Jedi-Ritter in Scheibchen säbeln bevor due Banthafutter sagen kannst". ["Hmpf, beim Übungskampf letztes Mal hattest du bloß Glück", warf Dorran ein "Ach wirklich?", Arym zog eine Augenbraue hoch, "Das würde ich gerne überprüfen". Dorran schnaubte erneut, stimmte aber zu. Ein kleiner Kampf zum Dampfablassen wäre genau das Richtige. Keine 5 Minuten später standen sie sich auf dem Trainingsplatz gegenüber.]
Kein Wort wurde gewechselt. Ihre Lichtschwerter aktivierten sich surrend. Keine abgeschwächten Übungsschwerter wie sie diese verweichlichten Jedi verwendeten [].
Gleichzeitig stürmten die beiden Sith aufeinander zu. Kurz bevor sie sich trafen blieb Dorran abrupt stehen und zielte einen aufwärtsgewandten Schlag gegen Aryms Kopf. Dieser wich mit einer Kopfdrehung aus und führte seinerseits einen Schlag gegen Dorrans Seite, den der Sith-Schüler jedoch unbeeindruckt abwehrte. Sie fuhren fort die Verteidigung des jeweils anderen mit kurzen Hieben und Stichen auszutesten. Nach einigen Minuten entdeckte Dorran eine Lücke in der Verteidigung seines Gegners und reagierte mit einem Ausfallschritt und einem blitzschnellen Schlag. Rot traf auf rot als Arym den Angriff mit seiner eigenen Klinge abwehrte. Dann lächelte er triumphierend. 'Eine Falle!', durchzuckte es Dorran, als Arym auch schon eine schnelle Drehung vollführte und sein Lichtschwert gegen Dorrans Oberkörper schnellen ließ. Dieser konnte sich garde noch retten, indem er sich seinerseits drehte und die geballte Faust gegen Aryms Schwertarm krachen ließ. Der blonde Sith zog scharf die Luft ein und wich zurück, auf seinem Handrücken breitete sich langsam ein blauschwarzer Fleck aus. Einen Moment starrten sich die Beiden in die Augen, Arym mit seinem üblichen, amüsiert-grinsenden Gesichtsausdruck, während [Dorran eine lässige Haltung einnahm. "Was meinst du, sollen wir aufhören mit den Spielchen?", fragte er seinen Gegner, "Aber sicher doch, je früher wir mit dem Kinderkram aufhören desto besser", kam die fröhliche Antwort.]
Schnaubend ging Dorran in Position, die Knie leicht gebeugt, das Lichtschwert mit einer Hand seitlich von seinem Oberkörper abgewand haltend, seine Konzentration auf ihrem Höhepunkt.
Dann schoss er los.
Kurz vor dem Zusammentreffen täuschte er blitzschnell zwei Hiebe vor und ließ sein Schwert dann vorschnellen. Diesen Schlag abwehrend versuchte Arym in die Offensive zu gelangen, wurde jedoch von zahlreichen schnellen Attacken zurückgedrängt. Dorran deckte den Sith-Schüler mit präzise geführten Schlägen ein, wurde dann jedoch von Arym überrascht, der seinerseits mit einem Netz von Angriffen versuchte den schwarzhaarigen Sith zurückzudrängen.
Surrend trafen die Lichtschwerter aufeinander, immer und immer wieder als keiner der beiden Anstalten machte zurückzuweichen.
Dorran war in seinem Element.
Er spürte, wie der Schweiß sein Gesicht hinablief, hörte die tödliche Musik der aufeinanderprallenden Laserschwerter, spürte den Rythmus des Kampfes, als er die Angriffe seines Gegners seinem eigenen Rythmus anglich, mit jedem Angriff die Schläge Aryms leichter, intuitiver abwehrte.
Die Welt um Dorran herum verlor an Farbe, an Greifbarkeit. Sein ganzes Sein, all sein Wesen konzentrierte sich jetzt auf den Kampf. Seine Bewegungen wurden präziser, schneller, gefährlicher.
Dorran gewann stetig an Dominanz, zwei Mal schon hatte er Arym nur knapp verfehlt. Er legte an Geschwindigkeit zu, sein blondhaariger Gegner wich zurück. Schneller und schneller griff er an, seine Schläge prasselten nun als verschwommene rote Blitze auf Arym nieder, der nun immer weiter zurückwich, die Angriffe nur noch um Haaresbreite abwehrend.
Dorran hatte ihn jetzt. Fast.
[Bald würde es soweit sein, er würde das Lichtschwert in den Körper seines Gegners, des Ziels rammen, würde den süßen Geruch verbrannten Fleisches einatmen, würde sehen wie der Lebensfunken in den Augen des anderen erstarb - würde lachen.]
Plötzlich wurde Dorran von einer Welle der Macht gepackt und zurückgeschleudert. Hart prallte er gegen die Steinwand, die das Übungsgelände der Sith umspannte.
Dorran versuchte sich zu befreien, spannte seine Muskeln an, bäumte sich gegen seine unsichtbaren Fesseln auf, stieß einen frustrierten Schrei aus als er sich keinen Milimeter bewegte.
Arym kam langsam auf ihn zu, sein Laserschwart hatte er deaktiviert, sein Gesichtsausdruck, sonst immer entnervend fröhlich, zeigte Besorgnis. Sein Mund bewegte sich, doch Dorran hörte nichts außer dem Rauschen des Blutes in seinen Ohren.
Und den Stimmen.
[]


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten 
 Betreff des Beitrags: Re: [Bewerbung] Dorran
BeitragVerfasst: 4. Feb 2010, 19:18 
Offline
*****
*****
Benutzeravatar

Registriert: 09.2009
Beiträge: 299
Wohnort: Bern (CH)
Geschlecht: männlich
RL Name: Neil
Da du dich seit langem nicht mehr gemeldet hast, wird deine Bewerbung hiermit abgelehnt.

Trotzdem wünschen wir dir weiterhin viel Glück und Erfolg!

Gruss, Neil

_________________
Bild


Diesen Beitrag melden
Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst neue Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker